Always Home Cam: Amazon stellt Kamera-Drohne für zu Hause vor

Von Witold Pryjda am 25.09.2020 17:32 Uhr
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Amazon hat gestern Abend eine ganze Reihe an Produkten vorgestellt, dabei handelte es sich vor allem um Hardware (Fire TV, Echo), aber auch um Software bzw. Dienste (Luna). Es gab aber auch eher Kurioses zu sehen, allen voran die ferngesteuerte Drohne für die eigenen vier Wände, diese bringt Amazon unter der Marke von Ring auf den Markt.

Ring ist ein vor einigen Jahren von Amazon übernommener Hersteller von Smart-Home-Technologien, allen voran Türklingeln sowie Videokameras. Diese sind in den USA populär, allerdings auch ziemlich umstritten. Das liegt vor allem daran, dass die Türklingel-Kamera nicht nur den gebetenen oder auch ungebetenen Gast filmen kann, sondern im Prinzip die ganze Umgebung. Darauf hat zum Teil die Polizei Zugriff und die Proteste dagegen fielen in Vergangenheit entsprechend scharf aus.

Ring Always Home Cam
Drohne und Docking-Station

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Auch das nächste Ring-Produkt weckt bei vielen Assoziationen von Totalüberwachung, denn bei der neuen vor kurzem vorgestellten Heim-Überwachungslösung Always Home Cam handelt es sich um eine Mini-Drohne, die einem von der Ferne aus ermöglicht, nachzusehen, was gerade zu Hause passiert.

Wenn sie nicht im Einsatz ist, lädt die Always Home Cam-Drohne in einer Docking-Station. Die Drohne fliegt autonom, im Video ist zu sehen, dass sie sich selbst aktiviert und aufsteigt, wenn die verbundenen Ring-Systeme eine ungewöhnliche Aktivität - also etwa einen ungebetenen Besucher - registrieren.

Das System benachrichtigt den Besitzer, dieser kann dann live nachsehen, was gerade bei ihm zu Hause passiert. Ob der Einbrecher sich davon tatsächlich so leicht vertreiben lässt wie im Video darf man durchaus in Frage stellen, ebenso was diesen daran hindert, sich die Drohne zu schnappen und gegen eine Wand zu knallen.

Das System soll 249,99 Dollar kosten und wird ab dem nächsten Jahr angeboten. Zielgerichtet fernsteuern lässt sich die Always Home Cam allerdings nicht, sie funktioniert in etwa so wie ein Roboter-Staubsauger: Zunächst wird eine Karte der eigenen vier Wände erfasst, der Besitzer kann daraufhin eine Route vorgeben, die abgeflogen wird. Wer also nachsehen will, ob die Herdplatte an oder die Balkontür zu ist, sollte das im Vorfeld berücksichtigen.
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