Asus Zephyrus G14: 14-Zoll mit neuem AMD Ryzen & LED-Matrix

Von Roland Quandt am 07.01.2020 07:15 Uhr
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Das Asus ROG Zephyrus G14 ist eines der ersten Notebooks mit den neuen AMD Ryzen 4000-Series "Renoir"-CPUs - und was für eines. Der taiwanische Hersteller stopft eine spezielle Variante mit 35 Watt Abwärme in ein kompaktes 14-Zoll-Gerät, das sich vor allem an Kreative und Gamer richtet.

Das Zephyrus G14 basiert auf den neuen AMD Ryzen-Chips auf Grundlage der "Zen 2"-Architektur, die AMD anlässlich der CES 2020 vorgestellt hat. Konkret kommt eine Variante namens AMD Ryzen 7 4800HS zum Einsatz, die mit Taktraten von bis zu 4,2 Gigahertz und einer maximalen Verlustleistung von 35 Watt arbeitet. Die "HS"-Chips sind "Spezial"-Varianten, der eigentlichen H-Serie der neuen CPUs. Bei ihnen wird die TDP von 45 auf 35 Watt gesenkt, um so kompaktere Geräte mit mehr Leistung zu ermöglichen und mit den Intel Core i7-CPUs der H-Serie zu konkurrieren.

ASUS ROG Zephyrus G14

Asus hat sich für sechs Monate die Exklusivität auf die Verwendung der neuen Chips gesichert, die mit immerhin acht Rechenkernen und 16 Threads perfekt für Multithread-Aufgaben wie Videorendering und Gaming geeignet sein sollen. Entsprechend geht Asus mit dem Zephyrus G14 auch in diese Richtung und verpasst dem Gerät eine Ausstattung, die sowohl für Gamer als auch für Videoschnitt- und Audioprofis interessant sein könnte - zum Bruchteil des Preises eines Workstation-Notebooks.

Es werden Displays mit Full-HD- oder WQHD-Auflösung und matter Oberfläche verbaut, wobei man die Wahl zwischen einem 120- und einem 60-Hertz-Panel (WQHD) hat, die beide variable Framerates unterstützen und sich so dem jeweiligen Content anpassen. FreeSync wird ebenfalls unterstützt. Das Display wird praktisch ausschließlich von der ebenfalls verbauten Nvidia GeForce RTX 2060 Zusatzgrafik befeuert, die sechs Gigabyte eigenen GDDR6-Speicher mitbringt.

ASUS ROG Zephyrus G14


ASUS ROG Zephyrus G14


ASUS ROG Zephyrus G14

Asus verlötet grundsätzlich 16 GB schnellen DDR4-Arbeitsspeicher auf dem Mainboard, bietet aber einen für den Nutzer simpel erreichbaren SODIMM-Slot zur freien Bestückung, mit der sich der Arbeitsspeicher einfach über die offiziell maximal 32 Gigabyte hinaus erweitern lässt. Der interne Flash-Speicher kommt in Form einer M.2-NVMe-SSD mit PCIe-3.0-Anbindung und bis zu einem Terabyte Kapazität daher. Bei den Ports gibt es eine reichliche Auswahl, denn ASUS integriert hier einen HDMI-Ausgang von voller Größe, einen kombinierten Audio-Ein- und -Ausgang, einen USB-Type-C-Port mit Thunderbolt-Support auf der linken Seite sowie einen weiteren solchen Anschluss und zwei USB-A-Ports von normaler Größe auf der rechten Seite. Einen Kartenleser sucht man hier aber leider vergebens.

ASUS ROG Zephyrus G14

Ein absolutes Highlight ist die optionale LED-Matrix auf der Rückseite, die Asus als AniMe-Display bezeichnet. Die weiß leuchtenden LEDs sind leicht schräg angeordnet und können mit einem Tool des Herstellers ganz und gar frei gestaltet werden. Über sie lassen sich zum Beispiel GIF-Animationen oder Schriftzüge anzeigen, um die Optik des Laptops zu individualisieren. Ein weiteres begrüßenswertes Feature ist die Integration des Fingerabdrucklesers im Power-Button, der in dieser Form eigentlich eher bei Business-Geräten üblich ist. Dabei wird der Nutzer direkt beim ersten Einschalten des Laptops identifiziert und muss nicht bei der Anmeldung unter Windows noch einmal den Finger auflegen.

Der Akku des ROG Zephyrus G14 wurde der enormen Leistungsfähigkeit des kompakten Notebooks ebenso angepasst wie das Netzteil. Mit einer Kapazität von 76 Wattstunden fällt der Stromspeicher sehr üppig aus, während das Netzteil mit 180 Watt Leistung zwar recht kompakt für eine derart hohe Leistung, aber immer noch recht klobig daherkommt. Immerhin ist der Power-Klotz dafür relativ leicht. Asus will das Zephyrus G14 in den kommenden Monaten auch in Deutschland auf den Markt bringen und spricht dabei von Preisen ab rund 1600 Euro - die aber noch nicht feststehen, auch weil es wohl noch etwas dauern wird, bis AMD seine neuen SoCs in großen Stückzahlen liefern kann.

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