Google Stadia: Der kabellose Controller ist anfangs nicht sehr kabellos

Von Witold Pryjda am 17.10.2019 10:11 Uhr
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In ziemlich genau einem Monat startet Googles neuer Spiele-Streaming-Dienst Stadia und die Erwartungen waren und sind im Vorfeld gewaltig. Lokale Hardware ist durch die Cloud-Natur nicht nötig. Einzige Ausnahme ist der Controller. Dazu gibt es nun aber eine schlechte Nachricht.

Kabellos, aber...

Der Stadia-Controller ist im Prinzip alles, was man für Googles neuen Cloud-Gaming-Dienst braucht und dieser ist an sich kabellos. Oder sollte das sein, denn anno 2019 wäre ein kabelgebundenes Gamepad alles andere als zeitgemäß. Doch genau das wird zumindest zum Start von Stadia teilweise die Realität sein. Denn wie 9to5Google berichtet, wird man das Steuergerät in den meisten Fällen per USB-C-Kabel an den Computer oder das Smartphone schließen müssen.

Google Stadia


Google Stadia


Google Stadia

Denn anfangs wird man den Controller kabellos nur zusammen mit Chromecast Ultra nutzen können, alle anderen Anwendungsfälle werden ein Kabel erfordern. Im März hat Google bei der Enthüllung des Controllers noch große Versprechungen gemacht, nämlich dass man mit dem Gerät nahtlos vom TV-Gerät zum Laptop oder Mobilgerät wechseln kann, weil der Controller nicht mit einem lokalen Gerät, sondern direkt mit den Servern von Google verbunden ist.

Entdeckt wurde die neue Einschränkung in einem kleinen Hinweis im neuesten "So funktioniert Stadia"-Video, ein Google-Community-Manager hat das mittlerweile in einem Beitrag auf Reddit bestätigt. Damit sind die Wireless-Möglichkeiten des Stadia-Controllers noch weiter eingeschränkt worden. Denn im Sommer wurde bekannt, dass Bluetooth zum Start ebenfalls nicht unterstützt wird.

Laut Google ist der Grund dafür der Wunsch der Entwickler, dass man das kabellose Spielerlebnis zunächst auf dem Fernseher optimieren will, da dies im Mittelpunkt von Stadia stehe. Stadia soll so bequem und perfekt funktionieren wie PS4- oder Xbox One-Gaming.

Kritiker werfen Google allerdings vor, dass die im November startende Founder's Edition eher ein Betatest ist, für den man bezahlen muss und man auch im Vorfeld zu viel versprochen hat - diesen Eindruck kann man mit den neuen Controller-Einschränkungen nicht wirklich reduzieren.

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