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Moto E6 Plus im Hands-On: Das Smartphone, das einfach nur "reicht"

Von Roland Quandt am 09.09.2019 11:11 Uhr
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Motorola will mit dem neuen Moto E6 Plus zu seinen Wurzeln zurück und wieder mehr Leistung für den Preis bieten. Das mit einem ganze 6,1 Zoll großen Bildschirm ausgerüstete Einsteiger-Smartphone bietet tatsächlich angenehm viel Hardware für relativ wenig Geld und modernisiert die Moto-E-Serie auf sinnvolle Art und Weise. Wir haben uns das Motorola E6 Plus auf der IFA 2019 für euch angesehen.

Das Motorola E6 Plus hat vor allem ein Verkaufsargument: den Preis. Für rund 140 Euro soll der Kunde hiermit ein für jede Alltagssituation brauchbares Low-End-Smartphone bekommen, das mit modernen Features auf der Höhe der Zeit mithalten kann. So verabschiedet sich der Hersteller vom "randigen" Design der vorangegangenen Modelle und setzt nun auf eine "Notch" für die mit acht Megapixeln ordentlich hoch auflösende Frontkamera, die dank einer F/2.0-Blende relativ viel Licht einfängt. Das Display selbst bietet 1560x720 Pixel und somit eine "HD+"-Auflösung, die im Normalfall durchaus ausreicht.

Motorola E6 Plus

Das LCD-Panel bietet ordentliche Farben und gute Kontraste, könnte aber mit Sicherheit etwas heller leuchten, um im Freien besser ablesbar zu sein. Auf der Rückseite des Moto E6 Plus sitzen zwei Kameras, von denen eigentlich nur die 13-Megapixel-Hauptkamera mit F/2.0-Blende von Relevanz ist. Sie lässt sich beim Verarbeiten der Fotos etwas zu viel Zeit, doch darf man hier natürlich auch keine High-End-Performance erwarten. Unter anderem unterstützt sie auch die Aufnahme von Full-HD-Videos, was in dieser Preisklasse nicht unbedingt selbstverständlich ist. Dank F/2.0-Blende gelangt auch hier recht viel Licht auf den Sensor. Durch den zusätzlichen 2-Megapixel-Sensor sind beim Moto E6 Plus sogar Bokeh und andere Spielereien mit der Tiefenschärfe möglich.

In Deutschland will Lenovo das Motorola E6 Plus wohl auch in der "besseren" Variante anbieten, die immerhin vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 GB internen Flash-Speicher mit Option auf Erweiterung mittels MicroSD-Karte bietet. Angetrieben werden alle Varianten vom MediaTek Helio P22 Octacore-SoC, der acht ARM Cortex-A53-Kerne nutzt und bis zu 2,0 Gigahertz erreicht. Der Chip bietet zumindest in der Version mit großem RAM eine überraschend flüssige Performance, auch weil Motorola wenig Veränderungen an der hier installierten Ausgabe von Android 9.0 "Pie" vornimmt und sich somit kaum "Bloat" an Bord befindet.

Fast schon tragisch ist beim Moto E6 Plus allerdings, dass man ausgerechnet beim Akku "spart". Dieser ist mit 3000mAh zwar gut dimensioniert, könnte aber auch durchaus noch ein ganzes Stück größer ausfallen. Hinzu kommt, dass er nur über ein MicroUSB-Kabel mit maximal fünf Watt geladen werden kann, so dass unnötig viel Zeit vergeht, bis der Stromspeicher gefüllt ist. Die Verwendung des alten USB-Standards ist sicherlich auch damit zu begründen, dass Motorola mit dem E6 Plus vor allem Länder in Südamerika und Südostasien bedienen will. Ansonsten gibt es beim neuen Basis-Modell des Lenovo-Smartphone-Lineups ein komplett aus Kunststoff gefertigtes Gehäuse, das auf der Rückseite dank entsprechender Beschichtung stark glänzt, aber auch extrem anfällig für Fingerabdrücke ist. Apropos Fingerabdruck: ja, das Gerät hat netterweise auch einen entsprechenden Sensor auf der Rückseite, so dass es schnell und sicher entsperrt werden kann.

Das Motorola Moto E6 Plus soll noch im September auch hierzulande zu haben sein, wobei die einfache Basisversion mit zwei GB RAM und 32 GB internem Flash-Speicher für 139,99 Euro startet. Der Preis für die deutlich empfehlenswertere Variante mit mehr Speicher ist uns derzeit noch nicht bekannt.
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