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Bell Nexus: Passagier-Drohne mit Hybridantrieb soll Staus überfliegen

Von Roland Quandt am 09.01.2019 20:11 Uhr
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Der bekannte Hersteller Bell hat auf der CES 2019 ein neues Konzept für eine Art Flugtaxi in Form einer "Passagier-Drohne" vorgestellt, das auf den Namen "Bell Nexus" hört. Noch handelt es sich um eine Studie, doch schon im nächsten Jahr will man erstmals Flugversuche mit dem Prototypen unternehmen. Das Besondere ist hier, dass Bell sich seiner Erfahrung aus dem Bau von Helikoptern bedient, um eine mit sechs Rotoren ausgerüstete Flugmaschine zu bauen (Hexacopter), die in der Lage ist, vertikal zu starten und zu landen. Ein möglicher Abnehmer für das Bell Nexus: Der US-Fahrdienstanbieter Uber.

Bell Nexus

Das Bell Nexus ist ein fast 2,5 Tonnen schweres Konstrukt, das im Grunde aus einer Helikopter-ähnlichen Gondel im unteren Bereich und sechs sternförmig angeordneten Rotoren besteht, die vertikal unterschiedlich ausgerichtet werden können. Mit diesem Design soll die Passagier-Drohne in der Lage sein, auch mit geringem Abstand zu Hindernissen in der direkten Umgebung fast überall zu starten und zu landen. Mit einer Reichweite von fast 250 Kilometern und einer Geschwindigkeit von knapp 250 Km/h ist der Bell Nexus ausdrücklich auf Kurzstrecken zugeschnitten, soll also "Pendlerflüge" für gutbetuchte Kunden ermöglichen.


Bell hatte den Innenraum des Nexus bereits im letzten Jahr auf der CES in Las Vegas präsentiert und setzt dabei auf die Bedienung über eine ganze Reihe von riesigen Touchscreens und eine, für die Bauart des Fluggeräts, angepasste Steuereinheit. Eine Besonderheit ist, dass in dem für vier Passagiere und einen Piloten ausgelegten Innenraum Informationen zum Flug oder auch Sehenswürdigkeiten am Boden auf die Fenster projiziert werden sollen. Außerdem will man AR-Headsets anbieten, um den Passagieren derartige Infos zur Verfügung zu stellen. Letztlich soll der Bell Nexus sogar so einfach zu steuern sein, dass selbst Piloten mit geringem Ausbildungsstand sicher damit umgehen und Passagiere befördern können.

Beim Bau arbeitet Bell rund um den Nexus mit einer Reihe bekannter Zulieferer zusammen. So stammen die Antriebe, die von dem geplanten Hybrid-System verwendet werden und diverse andere Teile von europäischen Partnern wie Safran Technologies und Thales aus Frankreich. Das per Verbrennungsmotor gespeiste, mit Elektromotoren betriebene System soll letztlich rund 600 Kilowatt liefern und so für ausreichend Vortrieb sorgen. Wann tatsächlich die ersten Bell Nexus im Regelbetrieb eingesetzt werden sollen, bleibt abzuwarten.

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