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Geht ein Licht auf: Ex-Apple-Entwickler stellt beeindruckendes UI vor

Von John Woll am 04.01.2019 13:53 Uhr
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Seine Idee als eine Spielerei zu bezeichnen, ist wohl nicht zu weit gegriffen, trotzdem ist das Konzept zu einer neuen Benutzerinterface-Darstellung durchaus beeindruckend. Der ehemalige Apple-Ingenieur Bob Burrough hat mit dem "Project Erasmus" eine 3D-Darstellung für Smartphone-UIs entwickelt, die das Umgebungslicht auf die Oberfläche bringt.

Ein Benutzerinterface, das sich an das Umgebungslicht anpasst

Die Zeiten, in denen sich Entwickler darum bemühten, Gegenstände im Benutzerinterface möglichst realitätsnah darstellen zu wollen, sind schon länger vorbei. Der ehemalige Apple-Mitarbeiter Bob Burrough - sieben Jahre Topentwickler für iPhone und iPad - bemüht sich mit seinem "Project Erasmus" jetzt aber darum, dass sich ein Stück der echten Welt im Benutzerinterface von Smartphones widerspiegeln kann. Wie in dem oben verlinkten Video zu sehen ist, hat Burrough einen Weg entwickelt, das Umgebungslicht in Echtzeit auf das Benutzerinterface zu übertragen. Interface-Elemente sollen sich durch diese Darstellung weitaus realistischer anfühlen - was in der simplen Demonstrations-Anwendung durchaus beeindruckend gelingt.

Aktuell setzt Burrough neben der eigens entwickelten "Project Erasmus"-Software dabei aber auch noch auf ein Hardware-Element, um den Effekt zu realisieren. Beim genutzten iPhone wurde die Frontkamera mit einem aufsteckbaren Weitwinkelobjektiv versehen, damit eine noch weitreichendere Erfassung der Umgebung möglich wird. Die Software überträgt diese Daten dann dank Echtzeit-Rendering auf die UI-Elemente, was für eine Darstellung wie bei physischen Objekten sorgt - die Diskussion, ob eine solche Darstellung in Software-Interfaces überhaupt Sinn ergibt und "schön" ist, sei an dieser Stelle einfach mal hinten angestellt.

Aktuell nur Konzept

Die in dem Video gezeigten Ergebnisse, die mit "Project Erasmus" erzielt werden können, zeigen auf jeden Fall das Potenzial auf, das die Übertragung von Umgebungsbedingungen auf Benutzerinterfaces bietet. Burrough formuliert aktuell aber nicht, was er mit dem Projekt im nächsten Schritt vorhat. Darüber hinaus müsste für ein echtes Produkt jetzt noch der Code für gewöhnliche Selfie-Kameras angepasst werden. "Project Erasmus" bleibt vorerst also eine interessante Idee ohne klare Zukunft.
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