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Sharp zieht's durch: Smartphone mit 'Notch' oben & unten vorgestellt

Von Roland Quandt am 15.11.2018 13:09 Uhr
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Der japanische Elektronikkonzern Sharp hat mit dem Aquos R2 Compact das erste kommerziell vertriebene Smartphone mit gleich zwei Ausschnitten im Display vorgestellt. Neben der Kamera-"Notch" gibt es einen zweiten "Cut-Out" am unteren Ende, um Raum für den Fingerabdruckleser auf der Front zu schaffen.

Dass ausgerechnet Sharp ein solches Gerät präsentiert, überrascht eigentlich wenig, denn die Japaner sind als Macher der IGZO-Displays auf Basis fortgeschrittener LCD-Technik auch als Zulieferer von Bildschirmen aktiv, so dass das Aquos R2 Compact durchaus als Technologiestudie betrachtet werden kann.

Sharp Aquos R2 Compact

Die IGZO-Panels werden schon seit Jahren damit beworben, dass sie praktisch "frei geformt" werden können - man kann sie also im Grunde zuschneiden, wie es gerade nötig ist. Sharp zeigt mit dem R2 Compact also auch, was seine Fertigungsanlagen leisten können, falls andere Firmen ähnliche Produkte planen sollten.

Sharp Aquos R2 Compact


Sharp Aquos R2 Compact


Sharp Aquos R2 Compact

Das Sharp Aquos R2 Compact selbst ist inzwischen im High-End-Segment angekommen. Das Display mit der Doppel-Notch bietet bei einer Diagonale von nur 5,2 Zoll ein Seitenverhältnis von 19.9:9 und löst mit stattlichen 2280x1080 Pixeln ordentlich hoch auf. Die Ränder oben und unten fallen wegen den zwei Ausschnitten für Frontkamera und Fingerabdruckleser relativ schmal aus, wobei zu bedenken ist, dass es sich um ein ultrakompaktes Modell handelt.

Unter der Haube steckt aktuelle High-End-Technik

Unter der Haube steckt hier der aktuelle Qualcomm Snapdragon 845 Octacore-SoC mit bis zu 2,8 Gigahertz, der auch in diversen anderen derzeit verkauften High-End-Smartphones verbaut ist. Sharp holt damit die Aquos R Compact-Reihe endgültig aus der Mittelklasse, hatte das Vorgängermodell doch noch den Snapdragon 660 verbaut. Der Arbeitsspeicher ist hier vier Gigabyte groß, während der interne Flash-Speicher auf 64 GB kommt und per MicroSD-Kartenslot erweitert werden kann.


Den Ausschnitt am oberen Ende der Front nutzt Sharp, um dort eine Kamera mit acht Megapixeln unterzubringen, die mit einer Weitwinkeloptik ausgerüstet ist. Auf der Rückseite sitzt ebenfalls eine weitwinklige Kamera, die hier mit 22,6 Megapixeln arbeitet und sowohl eine elektronische als auch eine Hardware-basierte optische Bildstabilisierung bietet.

Beim Akku muss man aufgrund der relativ geringen Größe des Aquos R2 Compact wiederum Abstriche machen, denn dieser ist mit 2500mAh vergleichsweise klein. Gefunkt wird nach den üblichen Standards, inklusive Gigabit-WLAN, Bluetooth 5.0 und Gigabit-LTE, wobei es anscheinend auch NFC-Support gibt.

Das Sharp Aquos R2 Compact kommt mit einem Aluminiumrahmen daher und besitzt eine Display-Abdeckung aus Gorilla Glass 3, während die Rückseite aus hochwertigem Polycarbonat gefertigt ist. Das R2 Compact wird nur über den japanischen Netzbetreiber Softbank vertrieben, könnte aber wegen der Expansion von Sharp auf den europäischen Markt mit einiger Verzögerung eventuell auch bei uns auf den Markt kommen.
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