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Royole Flexpai: Irres Smartphone-Tablet mit faltbarem 7,8"-Display

Von Roland Quandt am 31.10.2018 22:15 Uhr
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Samsung und LG haben es noch vor sich, doch ein kleiner chinesischer Hersteller macht es ihnen vor: Die Vorstellung eines Smartphone-ähnlichen Geräts mit faltbarem Display. Mit dem Royole Flexpai soll zumindest in China ein solches Gerät angeboten werden, das allerdings noch wenig ausgereift wirkt.

Luftnummer oder tatsächlich beeindruckende Hardware?

Royole ist eigentlich als Spezialist für flexible Displays bekannt und verkauft bisher vor allem VR-Headsets mit gebogenen Bildschirmen. Jetzt will man auch bei Smartphones mitmischen und dabei mit dem "Flexpai" eine Reihe von Innovationen umsetzen. Das Gerät besitzt ein stattliches 7,8 Zoll großes Display, das entlang eines am Rand angebrachten Scharniers asymmetrisch gefaltet werden kann.

Royole Flexpai

Um eine zu starke Faltung des Displays zu vermeiden, wird der Biegeradius durch die ober- und unterhalb des eigentlichen Bildschirms in das Gehäuse integrierten Scharnierelemente recht groß gehalten, so dass das Gerät in zusammengeklapptem Zustand ein recht klobiges Konstrukt ist. Der Bildschirm nutzt ein Kunststoffsubstrat anstelle der bei OLED- und LCD-Panels bisher üblichen Materialien.

Inhalte in diversen Formaten darstellbar

Die Auflösung des flexiblen Displays gibt der Hersteller mit 1920 x 1440 Pixeln an, wobei das Gerät so gestaltet ist, dass der Nutzer Inhalte in den Formaten 4:3, 18:9 und 16:9 anzeigen lassen kann. Auf ersten Bildern und in Videos von dem chinesischen Launch-Event des Royole Flexpai ist allerdings zu sehen, dass die Oberfläche des faltbaren Panels noch recht wellig ist. Immerhin soll der Bildschirm stabil genug sein, um mehr als 200.000 Faltvorgänge unbeschadet zu überstehen.

Royole Flexpai

Mit nur 320 Gramm Gewicht soll das flexible Panel trotz der Diagonale von 7,8 Zoll zudem ziemlich leicht ausfallen. Der große Vorteil besteht hier nicht unbedingt in der Biegsamkeit, sondern vielmehr in der Flexibilität des Materials, wodurch Brüche praktisch ausgeschlossen werden können. In Sachen Farbqualität und Kontrast soll der flexible Bildschirm aktuellen Displays anderer Art in Nichts nachstehen.

Auch zur weiteren Ausstattung des Geräts machte Royole bisher nur wenig genaue Angaben. So soll das Flexpai angeblich einen neuen Octacore-SoC von Qualcomm nutzen, der im 7-Nanometer-Maßstab gefertigt wird. Dabei dürfte es sich um den kommenden Qualcomm Snapdragon 8150 handeln, der laut unseren früheren Berichten ab Dezember die Nachfolge des aktuellen Top-Prozessors Snapdragon 845 antreten soll.

Royole verbaut außerdem zwei Kameras auf der Front des Geräts, während die Rückseite vollkommen frei von jedweden Komponenten bleibt. Die Hauptkamera nutzt einen 16-Megapixel-Sensor, während die Zweitkamera eine Teleoptik mitbringt und mit einem 20-Megapixel-Sensor arbeitet. Die Blendengröße der Hauptkamera wird mit f/1.8 angegeben. Der Akku des Royole Flexpai fällt mit 3800mAh relativ groß aus. Als Betriebssystem läuft eine angepasste Android-Variante namens "Water OS".

Der Arbeitsspeicher soll je nach Modell sechs oder acht Gigabyte groß sein, während man den internen Speicher mit 128, 256 oder 512 Gigabyte Kapazität anbieten will. Ob auch ein MicroSD-Kartenslot vorhanden ist, blieb zunächst offen. Preislich wird das Royole Flexpai keineswegs günstig sein, soll es doch schon in der Basisversion knapp 9000 Yuan kosten, was umgerechnet fast 1140 Euro entspricht. Das Topmodell mit maximaler Speicherausstattung soll sogar für knapp 1650 Euro zu haben sein.

Royole Flexpai: Erstes Smartphone mit faltbarem Display im Hands-On
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