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WattUp: Kabelloses Aufladen über mehrere Meter bekommt Zulassung

Von Witold Pryjda am 27.12.2017 11:41 Uhr
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Bisher funktioniert kabelloses Aufladen von elektronischen Geräten nur per mehr oder weniger direktem Kontakt zwischen Hardware und Ladestation. Das könnte sich aber demnächst ändern, denn das US-Startup Energous hat von der US-Rundfunkbehörde Federal Communications Commission (FCC) die Zulassungsgenehmigung für das WattUp-System bekommen.

WattUp von Energous funktioniert im Gegensatz zu den derzeit gängigen Systemen wie Qi, aber über mehrere Meter hinweg. WattUp erreicht Geräte in einem Umkreis von bis zu 15 Fuß, also umgerechnet rund 4,5 Metern. In diesem Video erläutert Technik-Chef und Gründer Michael Leabman, wie das (natürlich kabellose) System in der Praxis funktioniert.

Das Video ist bereits etwas älter, die Technologie dahinter ist jedoch topaktuell. Denn dieser Tage hat die US-amerikanische Telekommunikationsbehörde FCC Energous die Genehmigung erteilt, WattUp-basierte Ladelösungen auch tatsächlich anbieten, also verkaufen zu dürfen.

Vereinfacht erklärt wandelt WattUp Elektrizität mit Hilfe eines speziellen Routers oder Transmitters in Funkfrequenzen. Ein Gerät, das über einen passenden Receiver verfügt, kann auf diese Weise aufgeladen werden. Die Effektivität des Systems hängt zwar von der Entfernung und der Anzahl der "angeschlossenen" Geräte ab und bietet auch nur dieselben Ladezeiten wie an der Steckdose, allerdings benötigt man wohl nicht viel Phantasie, um zu erkennen, wo so etwas Sinn ergibt.

Die FCC hat nun den ersten WattUp Mid Field-Transmitter abgesegnet. Das ist zwar nur der erste von mehreren Genehmigungsschritten, die Behörde stellt damit aber klar, dass man keine grundsätzlichen Bedenken gegen diese Technologie hat.

Denn natürlich wird sich der eine oder andere die Frage stellen, ob das gesundheitlich unbedenklich ist. Energous gibt hierzu an, dass WattUp genauso sicher ist wie die Übertragung von Daten per WLAN. Marktreife Geräte hat der Hersteller derzeit noch nicht am Start, auf der CES will man die Technologie aber (erneut) der Öffentlichkeit präsentieren.
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