Pokémon Prism zeigt sich, auf Nintendo-Anwälte wartet wohl Arbeit

Von Witold Pryjda am 12.10.2016 15:35 Uhr
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Nintendo-Fans sind unermüdlich, wenn es darum geht, die Spiele des japanischen Videospielherstellers zu würdigen, indem sie Portierungen und Fan-Remakes beliebter Games herstellen. Dass die meisten nichts daran verdienen und im Gegenteil viel Freizeit dafür opfern, ist dem Konzern egal. Denn Nintendo geht ausnahmslos gegen alle Markenrechtsverstöße vor, dieses Schicksal wird wohl auch Pokémon Prism ereilen.

Keine Gnade

Nintendo ist mit seinem rigorosen Vorgehen gegen Fanprojekte zwar im Recht, Freunde macht man sich damit aber keine. Denn natürlich stellen Fan-Remakes und andere Projekte dieser Art fast immer einen Verstoß gegen die Trademarks der Japaner dar, aber die Motivation dahinter ist eben eine große Liebe zu Figuren wie Super Mario oder Marken wie Pokémon.

Zuletzt hat Nintendo die Macher von Pokémon Uranium zur Aufgabe bewegt, dabei handelte es sich um eine PC-Version der beliebten Jagd nach den virtuellen Monstern. Deshalb ist es nur schwer vorstellbar, dass das Projekt Pokémon Prism große Chancen auf ein Überleben hat.

Bei Pokémon Prism handelt es sich genau genommen um einen ROM-Hack (via Kotaku): Damit ist es möglich, moderne Pokémon und Features in der Optik des Game Boy-Originals darzustellen. Das betrifft zum einen die neueren Ausgaben der Monster selbst, zum anderen kann man beispielsweise den Trainer individuell anpassen.

Als Features von Pokémon Prism werden unter anderem 200 Pokémon, eine neue Region mit einer neuen Story und 20 Badges genannt. Das Gameplay wird 50 Frames pro Sekunde bieten, außerdem wird man die Möglichkeit haben, als Pokémon selbst zu spielen.

Verfügbar ist Pokémon Prism noch nicht, der öffentliche Download soll laut Trailer im Dezember bereitgestellt werden. Einen Eindruck vom Spiel kann man schon jetzt bekommen, da es im Rahmen von "Twitch plays" von mehreren hundert Gamern über den Chat gleichzeitig gesteuert wird.

Siehe auch: Nintendo-Druck wohl zu groß - Pokémon Uranium-Macher geben auf
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