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Knalleffekt: Raspberry Pi 4 wurde soeben überraschend vorgestellt

Von Witold Pryjda am 24.06.2019 08:00 Uhr
43 Kommentare
Vor kurzem hat Raspberry Pi-Gründer und -Chef Eben Upton über den Nachfolger des bis dahin aktuellen Raspberry Pi 3 gesprochen. Er legte sich damals fest, dass die nächste Version Raspberry Pi 4 heißen, aber nicht mehr 2019 kommen werde. Letzteres war wohl eine falsche Fährte.

Denn heute hat die Raspberry Pi Foundation überraschend den Raspberry Pi 4 vorgestellt und der Einplatinen-Rechner ist auch ab sofort verfügbar, erstmals in drei unterschiedlichen Varianten (in Bezug auf RAM). Upton hat also alle, was den Termin betrifft, an der Nase herumgeführt. Das wollen wir ihm gerne verzeihen, denn bei allen anderen Versprechen hielt er Wort: So ist der Raspberry Pi 4 in vielen technischen Belangen verbessert worden, der Preis indes bleibt gleich: Er kostet 38 Euro, erstmals müssen wir aber von "ab 38 Euro" sprechen. Wir haben bereits alle Informationen:

Schnellnavigation: Direkt zu den Themen Termin, Preise, Prozessor, Größe, Anschlüsse, Multimedia-Formate,, Desktop-Set, Rückwärtskompatibilität, Übersicht der Spezifikationen sowie Vorgänger.

Raspberry Pi 4

Raspberry Pi 4: Ab wann kann man den neuen Mini-PC kaufen?

Der Raspberry Pi 4 ist ab sofort erhältlich und kann in drei Varianten bestellt werden. Nämlich jetzt mit einem Gigabyte, zwei Gigabyte oder vier Gigabyte LPDDR4-Arbeitsspeicher. Sobald die Online-Shops der Verkauf starten, werden wir sie an dieser Stelle später auflisten.

Raspberry Pi 4: Wie viel kostet der Mini-Rechner?

Erstmals gibt es mehrere Varianten des Raspberry Pi 4 und entsprechend auch un­ter­schied­liche Preise. Mit einem Gigabyte RAM wird der Mini-PC für 38 Euro angeboten. Wer ihn mit zwei oder vier Gigabyte ausstatten will, zahlt 50 oder 61 Euro.

Raspberry Pi 4


Raspberry Pi 4

Raspberry Pi 4: Welcher Prozessor wird verbaut?

In der neuesten Version des Raspberry Pi 4 kommt ein Broadcom BCM2711-Chipsatz zum Einsatz, dabei handelt es sich um einen Quad-Core-SoC (Cortex-A72) mit einer Taktfrequenz von 1,5 GHz. Nach Angaben des Herstellers ist dieser damit in der Lage, zwei voneinander unabhängige 4K-Monitore anzutreiben.

Raspberry Pi 4: Wie groß ist der Einplatinen-Rechner?

Der Raspberry Pi 4 hat in etwa die Größe einer Kreditkarte, genauer gesagt sind es rund 85 x 56 Millimeter.

Raspberry Pi 4

Raspberry Pi 4: Anschlüsse und Verbindungsmöglichkeiten

Der Raspberry Pi 4 hat Dual-Band-WLAN IEEE 802.11ac sowie Bluetooth, dazu kommen zwei USB-3.0-Ports und zwei USB-2.0-Anschlüsse. Für Video und Sound stehen zwei Micro-HDMI-Ports bereit (Unterstützung von bis zu 4kp60 oder dualen dual 4kp30), einen 2-Lane MIPI DSI-Display-Port, 2-Lane MIPI CSI-Kamera-Port und ein 4-poliger Stereo-Audio sowie Composite-Video-Port. Ein Micro-SD-Karten-Slot steht ebenfalls bereit. Die Stromversorgung (5V DC) läuft wahlweise per USB-C-Connector (Minimum 3A) bzw. GPIO-Header (Minimum 3A) sowie Power over Ethernet (PoE), letzteres erfordert aber ein seperates PoE HAT Modul.


Raspberry Pi 4: Welche Multimedia-Formate werden unterstützt?

Der neue Raspberry Pi 4 gewährleistet einen Support der folgenden Formate: HEVC/H.265 (4kp60 decode); AVC/H.264 (1080p60 decode, 1080p30 encode) und OpenGL ES 3.0 Grafik.

Raspberry Pi 4: Was ist das Desktop-Set?

Das Desktop-Set liefert in einem Paket alles, was der Nutzer braucht, um sofort loslegen zu können und beinhaltet den Raspberry Pi 4 in der vier Gigabyte-Variante sowie USB-Maus, USB-Tastatur, SD-Karte (32 GB), Stromanschluss, zwei HDMI-Kabel und ein Gehäuse. Der offizielle Preis hierfür beträgt 105 britische Pfund (Anmerkung: Wir reichen den Euro-Preis nach, sowie wir ihn haben).

Wer eine noch günstigere Alternative bzw. den Einstieg in die Welt von Raspberry Pi sucht, der kann zum Vorgänger-Paket greifen. Denn bei unserem Partner NBB gibt es derzeit das Raspberry Pi 3 Model B+ im Multimedia-Bundle mit Gehäuse, 16 GB SD-Karte, HDMI-Kabel und Netzteil für 54,90 Euro.

Raspberry Pi 4: Ist das neue Modell rückwärtskompatibel?

Ja, wie alle Raspberry Pi-Rechner ist auch der Raspberry Pi 4 rückwärtskompatibel, so dass die meisten älteren Projekte unverändert auf dem neuen Gerät laufen sollten. Das General Purpose Input Output (GPIO) hat entsprechend den Standard-Header mit 40 Pins.

Raspberry Pi 4

Raspberry Pi 4: Spezifikationen in einer praktischen Übersicht


Technische Daten zum Raspberry 4
Prozessor Broadcom BCM2711, Quad-Core Cortex-A72 64-bit SoC @ 1.5GHz
RAM 1 GB, 2 GB oder 4 GB LPDDR4-SDRAM (modellabhängig)
Verbindungen Dual-Band WLAN ac, Bluetooth 5.0, Gigabit Ethernet, 2x USB 3.0, 2x USB 2.0
GPIO Raspberry Pi Standard 40 pin GPIO header (voll kompatibel mit vorherigen Versionen)
Video & Sound 2x Micro-HDMI (Einzelmonitor bis zu 4K bei 60 Bilder/Sekunde oder Dual-Monitor bis zu 4K bei 30 Bilder/Sekunde), 2-Kanal MIPI DSI Display port, 2-Kanal MIPI CSI Kamera, 4-poliger Stereo- und Composite-Video Anschluss
Multimedia HEVC/H.265 (4kp60 decode); AVC/H.264 (1080p60 decode, 1080p30 encode), OpenGL ES 3.0 Grafik
SD Karte Micro-SD-Karteneinschub für Betriebssystem und Daten
Größe 85 x 56 Millimeter
Stromversorgung 5V DC via USB (minimum 3A), 5V DC via GPIO (minimum 3A), Power over Ethernet (PoE, erfordert separaten PoE-HUT)


Raspberry Pi 4: Welche Vorgängermodelle waren bisher aktuell?

Bis heute waren der Raspberry Pi 3B+ und der Raspberry Pi 3A+ die neuesten Modelle. Der technische Unterschied der beiden Varianten ist vor allem in der Größe des RAM und dem Lan-Anschluß zu finden, sowie in der Größe. Der Raspberry Pi 3A+ ist damit nicht nur etwas kleiner, sondern mit 25 US-Dollar auch etwas günstiger.

So nimmst du deinen Raspberry Pi in Betrieb

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