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Google Stadia: Übersicht der wichtigsten Infos, Preise & Termine

Von Stefan Trunzik am 11.09.2019 13:25 Uhr
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Google Stadia verspricht Spiele auf Knopfdruck in 4K HDR mit 60 FPS einfach aus der Cloud streamen zu können. Konsolen und teure Desktop-PCs sollen der Vergangenheit angehören. In unserer kompakten Über­sicht sprechen wir über Infos, Gerüchte, Games, Preise und Termine.

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In eigener Sache: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Special-Bericht, der von uns stetig aktualisiert und mit neuen Informationen angereichert wird. Er dient euch als Übersicht und Sammelstelle für sämtliche News zu Google Stadia. Das letzte Update fand am 11. September 2019 um 13:25 Uhr statt.

Was hat sich seit der letzten Aktualisierung getan?
  • Hinweise zum Thema Testversionen von Stadia-Spielen

Google Stadia: Das jüngste Connect Event im Video-Podcast

Am 19. August beantwortete Google viele der offenen Fragen zu den verfügbaren Spielen seines Cloud-Gaming-Dienst Stadia. Das etwas mehr als 30-minütige Stadia Connect Event wurde dabei live auf YouTube und passend zur Eröffnung der Gamescom 2019 übertragen. Im folgenden Video kann man die Zusammenfassung der Präsentation nachträglich wiedergeben. Weitere Infos gibt es in den darauffolgenden Zeilen dieses Artikels.



Google Stadia: Welche Vorteile bietet die Cloud-Gaming-Plattform

Das Ziel von Stadia ist einfach: In Netflix-Manier versucht Google künftig Spiele in hoher 4K-UHD-Auflösung samt kontraststarker High Dynamic Range-Technik (HDR) bei stets flüssigen 60 Bildern pro Sekunde über das Internet auf die verschiedensten Geräte zu streamen. Für die Zukunft sind sogar 8K-Auflösungen und 120+ FPS geplant. Das Installieren, Downloaden oder Patchen von Spielen wäre somit nicht mehr nötig. Zudem bräuchte man weder einen teuren High-End-PC, noch eine moderne Spielekonsole.

Google Stadia

Doch beim Streamen von aktuellen Games will Google noch lange nicht Schluss machen. Stadia soll direkt in die YouTube-Community integriert werden und so für mehr Interaktionen in Kooperation mit dem Videoportal sorgen. So soll man zukünftig Spiele ohne den Verlust von Leistung streamen und per Crowd Play sogar direkt auf Knopfdruck in Online-Matches von Streamern einsteigen können. Spielstände teilt man mit Freunden über eine Funktion namens State Share und der Google Assistant hilft bei Problemen mit How-To-Videos und Lösungen aus der Community.

Und das Einzige was man dafür benötigten soll ist ein Chrome-Browser, die Stadia App, einen Android-TV-Fernseher oder einen Chromecast-Stick. Somit könnte man Top-Spiele mit anspruchsvoller Grafik auf nahezu jedem Gerät ohne Qualitätseinbuße spielen. Ganz egal in was für einer Leistungsklasse zum Beispiel ein PC, Notebook, Smartphone, Tablet oder Smart-TV spielt. Eine durchaus interessante Vorstellung, welche die Gaming-Welt in noch mehr Wohnzimmer, Büros und Hosentaschen bringen würde. Doch ist das alles so einfach möglich?

Das Prinzip scheint vor dem Erscheinen bereits so hohe Wellen zu schlagen, dass sich sogar eine deutsche Konkurrenz bildet. So haben bereits Medion und die Deutsche Telekom angekündigt, noch in diesem Jahr in das Cloud-Gaming-Geschäft einzusteigen. Ob sich die Services ebenso erfolgreich wie Google Stadia oder Microsoft xCloud etablieren können, bezweifeln Gamer jedoch. Schließlich hat Google den Plan ein Milliarden-Publikum anzusprechen, 200 Millionen Nutzer wären dem Suchmaschinen-Konzern nicht genug.

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Google Stadia


Google Stadia: Alles zur Hardware & Bandbreiten-Anforderung

Google hat auf der GDC 2019 bereits erste Details dazu veröffentlicht, welche Server-Hardware im Hintergrund für die benötigte Leistung sorgen wird. Kooperiert wird in erster Linie mit dem Chiphersteller AMD. Er liefert zum Beispiel die neuen Grafikchips (GPU), welche über eine Performance von 10,7 Teraflops verfügen werden. Verglichen wird dabei vorrangig mit den Leistungswerten der Spielekonsolen Xbox One X (6,0 TFLOPs) und der PlayStation 4 Pro (4,2 TFLOPs), die von Stadia deutlich geschlagen werden. Zudem wird man auf 2,7 GHz starke Prozessoren (CPU) und 16 GB Arbeitsspeicher pro System setzen.

Aktuell bestätigte Google Stadia-Hardware

Weitere Details verspricht Google im Laufe des Jahres anzukündigen. Vorab äußerte sich bereits Stadia-Chef Phil Harrison bereits jetzt zu einem sehr wichtigen Thema - der Bandbreite. Wer Spiele in 1080p Full-HD-Auflösung mit 60 FPS streamen möchte, der sollte mindestens über eine Internetverbindung mit 25 MBit/s (DSL 25.000) verfügen. Mit einer nur etwas stärkeren 35 MBit/s-Leitung soll man bereits auf 4K-Niveau spielen. Wer diese Bandbreiten nicht erfüllen kann, für den wird die Auflösung entsprechend heruntergeschraubt, zum Beispiel auf 720p. Die Mindestanforderung liegt jedoch bei 10 MBit/s im Downstream und 1 MBit/s beim Upstream.

Google Stadia

Im gleichen Atemzug wird oft die Frage nach der Latenz gestellt. Google wird hart daran arbeiten diese zu verbessern, sodass die Vorteile physischer Gaming-Hardware in Zukunft immer geringer werden sollten. Offizielle Angaben gibt es jedoch noch nicht. In ersten Beta-Tests von Digital Foundry wird über Latenzen von 166 bis 188 Millisekunden bei einer 1080p-Auflösung gesprochen. Unter Anrechnung des Input-Lags von Displays und Con­trol­lern würde man hier auf Augenhöhe mit der Xbox One X liegen. Nur PCs lieferten im ersten Test bessere Ergebnisse.

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Google Stadia: Braucht man einen neuen Controller?

Im Rahmen einer ersten Keynote wurde auch ein passendes Gamepad für Stadia vorgestellt. Der Controller ähnelt sehr den Eingabegeräten für die Xbox One, der PlayStation 4 und auch dem Pro Controller für die Nintendo Switch. Er verfügt über ein klassisches Digi-Kreuz, ABXY-Tasten, parallel angeordnete Analogsticks und passende Schultertasten. Zusätzlich bietet der Stadia Controller einen Button für den Google Assistant und einen Capture-Knopf für Screenshots, Videos und Streaming-Möglichkeiten.

Google Stadia

Im Gegensatz zu vielen anderen Controller soll dieser für Stadia optimiert sein und über eine WLAN-Verbindung nicht mit dem Endgerät an sich, sondern mit der Gaming-Cloud ver­bun­den werden. Somit soll man nahtlos zwischen verschiedenen Geräten wechseln können, ohne den Controller jeweils neu verbinden zu müssen. Google verspricht allerdings auch, dass die Wahl des Gamepads dem Spieler überlassen sein wird. Den kommenden Spiele-Streaming-Service kann man also auch wie gewohnt mit Tastatur und Maus oder einem beliebigen Controller nutzen.

Der Preis für den neuen Google Stadia Controller liegt bei 69 Euro. Diese Angaben macht der Hersteller jedoch im Zusammenhang mit der Möglichkeit eine Founders Edition vorzubestellen, welche mit zusätzlichen Controllern ausgestattet werden kann. Ab Werk enthält die Founders Edition ein Stadia Gamepad in der exklusiven Farbe "Night Blue". Optional werden die Controller in Weiß, Schwarz und Wasabi angeboten. Ob der finale Einzelpreis abseits des ersten Stadia-Bundles ebenfalls 69 Euro betragen wird, steht noch nicht fest.



Google Stadia: Welche Spiele werden unterstützt?

Da sich Google noch in Verhandlungen mit großen Entwicklerstudios befindet, ist das Port­fo­lio an bereits bestätigten Stadia-Spielen noch relativ überschaubar. Ubisoft ist als erster Partner mit im Boot und unterstützte schon die Alpha-Phase mit Assassin's Creed: Odyssey. Zudem hat sich id Software mit Doom Eternal eingeklinkt und Tequila Works arbeitet bereits an einer Stadia-Portierung des Action-Adventures Rime. Auch das kommende Science-Fiction-RPG Cyberpunk 2077 ist mit von der Partie.

Google Stadia - Video zeigt erste Spiele der Streaming-Plattform
Auf dem ersten Stadia Connect Event gab es immerhin schon ein paar Namen zu hören. So sind zum Start folgende Spiele für Stadia verfügbar: Dragon Ball Xenoverse 2, Doom Eternal, Wolfenstein Youngblood, Destiny 2, Power Rangers Battle For The Grid, Baldur's Gate 3, Metro Exodus, Thumper, GRID, Samurai Shodown, Get Packed, Football Manager 2020, The Elder Scrolls Online, The Crew 2, Tom Clancy's The Division 2, Assassin's Creed Odyssey, Tom Clancy's Ghost Recon Breakpoint, Trials Rising, NBA 2K, Borderlands 3, Farming Simulator 19, Mortal Kombat 11, Rage 2, Final Fantays XV, Gylt, Tomb Raider Trilogy, Darksiders Genesis und Just Dance 2020.

Den zweiten Stadia Connect-Stream nutzte Google um weitere Titel zu bestätigen. Dazu zählen Attack on Titan 2: Final Battle, Superhot, Destroy all Humans, Windjammers 2, Orcs must die 3, Kine und Watch Dogs Legion. Im Laufe der nächsten Monate werden sich zudem weitere Ubisoft-Titel eingliedern, die zukünftig auch im neuen Uplay+ Premium-Abo enthalten sind, welches mit Stadia gekoppelt werden kann. Ebenso denkt Google über eine Möglichkeit von Testversionen oder Demos für ausgewählte Spiele nach, um Gamer von den Titel zu überzeugen. Ein genauer Zeitplan dafür steht allerdings noch nicht fest. Die so genannten "Trials" sollen sich aber sowohl an Spieler mit einem Stadia-Pro-Abo, als auch an diejenigen mit der kostenlosen Base-Variante richten.

Zusätzlich dazu will Google unter der Leitung von Jade Raymond (Ex-Ubisoft) an eigenen Titeln für Stadia arbeiten, die man in einer neu geschaffenen "Games and Entertainment"-Abteilung kreieren möchte. Welche Budgets dafür in die Hand genommen werden und ob man mit AAA-Titeln in Eigenproduktion rechnen kann, bleibt abzuwarten. Das US-ame­ri­ka­ni­sche Unternehmen scheint jedoch große Ambitionen zu haben.

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Google Stadia: Wann kommt Stadia und wie teuer wird es?

Aller Voraussicht nach wird Google sein Versprechen einhalten können: Stadia erscheint im November 2019. Vorbesteller der so genannten Founder's Edition sollen eine Art Headstart bzw. Early Access erhalten. Dafür ist ein 129 Euro teures Bundle erforderlich, das aktuell im Google Store erstanden werden kann. Es beinhaltet neben dem Stadia Controller in der Farbe "Night Blue" einen Chromecast Ultra Streaming-Stick, ein kostenloses, dreimonatiges Stadia Pro-Abo (inkl. Buddy-Pass für Freunde) und den Zugriff auf die komplette "The Collection" des Shooter-MMOs Destiny 2.

Google Stadia

Google wird zum Start zwei Abo-Modelle anbieten. Für 9,99 Euro pro Monat können Nutzer in der hohen 4K Auflösung mit 60 FPS, HDR und 5.1 Surround Sound spielen. Einige Spiele werden ähnlich dem Xbox Game Pass enthalten sein, andere müssen separat gekauft werden. Für das zusätzliche, kostenlose Stadia Base Abonnement müssen hingegen alle Titel zum Vollpreis erstanden werden. Zudem gibt es in der Gratisform - die erst im Jahr 2020 erscheint - von Stadia lediglich eine 1080p-Auflösung, 60 FPS und Stereo Sound.

Interessant dürften auch die Reaktionen auf Google Stadia sein. So plant zum Beispiel Microsoft mit seinem Project xCloud einen ähnlichen Streaming-Service für Spiele. Zudem verbinden Experten die angepeilte Leistung der Stadia-Hardware mit den zukünftigen Next-Gen-Konsolen PlayStation 5 (PS5) und Xbox Two (Scarlett).

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