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IQ-Test für Suchmaschinen: Google bereits auf Kleinkindniveau

Von Markus Kasanmascheff am 04.10.2017 11:42 Uhr
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In einem speziell für Suchmaschinen entwickelten Intelligenztest hat Google den ersten Platz vor Bing und anderen Anbietern erreichen kön­nen. Die für den Test verantwortlichen chinesischen Forscher be­schei­ni­gen Google einen Intelligenzquotienten von 47,28. Das sind nur wenige Punkte unter den durchschnittlich 55,5 IQ-Punkten von 6-Jäh­ri­gen.

Die Wissenschaftler Feng Liu, Yong Shi, und Ying Liu verglichen Googles Intelligenz mit der von anderen Suchmaschinen. Während ein Vergleich zur menschlichen Intelligenz si­cher­lich nicht direkt möglich ist, offenbart der Test jedoch, wie stark Google seinen Mit­be­wer­bern immer noch voraus ist. Der chinesische Anbieter Baidu erreichte in dem IQ-Test einen Wert von 32,92 noch vor Microsofts Bing mit 31,98. Apples Siri kam nur auf 23,9 IQ-Punkte. Zum Vergleich: Bei 18-jährigen Menschen geht man von einem durch­schnitt­li­chen Mittelwert von 97 IQ-Punkten aus.

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IQ-Verdopplung in wenigen Jahren?

Interessanter als die absoluten Ergebnisse ist der in den letzten paar Jahren erreichte Fort­schritt. Bereits 2014 hatten Wissenschaftler mehrere Suchmaschinen einem speziellen IQ-Test unterzogen. Darin war Google nur auf einen IQ-Wert von 26,5 Punkten gekommen. Leider sind beide Tests nicht direkt miteinander vergleichbar. Interessant wäre es, wenn der Test von 2014 mit den heutigen Such- und KI-Features der verschiedenen Anbieter wie­der­holt werden würde.

KI auf dem Vormarsch

Zweifelsohne hat es gerade in den vergangenen Jahren einen regelrechten Durchbruch in Sa­chen KI gegeben. Apples Siri brachte 2011 erst­mals einen sprachgesteuerten Assistenten auf Smartphones. Microsoft zog 2014 mit Cortana nach und Google 2016 mit seinem Google Assistant. Über Endgeräte wie dem Amazon Echo findet KI-gesteuerte Hardware mitt­ler­wei­le Einzug in den Alltag.

Tesla-Gründer Elon Musk sieht die rasante Ent­wick­lung bei der künstlichen Intelligenz sehr kritisch und warnt seit einiger Zeit mit Nach­druck vor damit verbundenen Risiken. Er sieht die Gefahr von allumfassenden Steuerungssystemen, welche dem menschlichen Gehirn nahekommen und tausende von komplexen Entscheidungsprozessen selbst treffen könnten.

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