Denuvo nun völlig nutzlos, konnte innerhalb Stunden geknackt werden

Von Witold Pryjda am 29.09.2017 15:12 Uhr
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Gestern ist das Strategiespiel Total War: Warhammer 2 offiziell er­schien­en und das Sega-Spiel setzt auf die Kopier­schutz­maßnahme Denuvo. Die in Österreich entwickelte Lösung ist eine Art Sekundärverschlüsselung für den eigentlichen Kopierschutz, doch für Cracker ist Denuvo längst ein Kinderspiel.

In der Piraterieszene sorgte Denuvo lange Zeit für Angst und Schrecken. Denn das Kopierschutzsystem galt lange Zeit als unknackbar und so manche Szenegruppe biss sich an Denuvo die Zähne aus. Es gab auch einige Cracker, die sich aufgrund Denuvo in den Ruhestand verabschiedeten: So hat Anfang 2016 die bekannte und renommierte chinesische Gruppe 3DM bekannt gegeben, dass man das System für undurchdringbar hält und man deshalb nicht weitermachen kann.

Doch knackbar

Doch das Urteil von 3DM war wohl etwas verfrüht, denn schon bald gab es erste Anzeichen, dass Denuvo doch ausgehebelt werden kann. Es folgte auch der erste Crack, Denuvo konnte sich und seine Kunden aber damit trösten, dass man mehrere Monate Zeit gewonnen habe, in denen das Spiel (der erste Crack betraf Rise of the Tomb Raider) verkauft werden kann.

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Doch dieser Schutzzeitraum wurde immer kürzer: Anfangs waren es noch Monate, bis der erste Crack da war, dann aber konnte man nur noch von Wochen sprechen und irgendwann einmal waren es höchstens noch Tage. Es ist nicht schwer, zu erraten, was als nächstes kommt, nämlich Stunden.

Denn laut einem Bericht von TorrentFreak ist es Piraten gelungen, Total War: Warhammer 2 innerhalb eines Tages zu knacken. Die dafür verantwortliche Gruppe Steampunks war in den vergangenen Monaten auch höchst aktiv und hat sich nach Angaben des bekannten Filesharing-Blogs zuletzt für sehr viele Cracks verantwortlich gezeichnet. TorrentFreak verweist auf jüngste Aussagen von Denuvo, wonach ein bisschen Schutz immer noch besser ist als gar keiner. Doch mittlerweile ist selbst dieses Argument hinfällig.
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