Microsoft Paint soll doch überleben ... als Windows Store-App

Von Markus Kasanmascheff am 25.07.2017 08:57 Uhr
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Laut einer Liste von überholten Features im Windows 10 Fall Creators Update scheinen die Tage des Windows Malprogramms Paint zwar gezählt zu sein. Wie inzwischen bekannt wurde, wollen die Redmonder MS Paint aber als optional installierbare Windows Store App weiter am Leben er­hal­ten. Wann Paint im Windows Store erscheint, ist aber nicht bekannt.

Microsofts vor einigen Tagen veröffentlichte Liste an überholten und entfernten Features für das Windows 10 Creators Update hatte zunächst einiges an Verwirrung gestiftet. Neben eher technischen Funktionen wie Windows Powershell 2.0 waren dort auch das Windows-Systembackup, Bildschirmschoner in Themes und eben auch das Malprogramm Paint als "überholt" aufgeführt.

Nachfolger für MSPaint: Paint 3D

Überholte und entfernte Funktionen

Was die Redmonder genau mit "überholt" und was mit "entfernt" meinen, ging aus der Liste zunächst nicht klar hervor. Viele Tech-Blogs und auch wir interpretierten die unter "überholte Features" aufgelisteten Funktionen ebenfalls als "Todeskandidaten" und gingen da­von aus, dass diese ab dem Windows 10 Creators Update nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Gerade beim ziemlich beschränkten MS Paint führte dies zu einem Aufschrei. Ob­wohl Paint zugegebenermaßen nicht viel kann, wollten sich viele Anwender damit nicht ab­fin­den und kritisieren den doch sehr eingeschränkten Funktionsumfang des Nachfolgers Paint 3D.

In einem Statement gegenüber MSPoweruser stellte Microsoft dann allerdings klar, das MS Paint erst einmal bestehen bleiben soll. Wann MS Paint dann endgültig aus Windows 10 he­raus­fliegt, ist damit zwar nicht klar. Microsoft verspricht aber, die App künftig auch im Win­dows Store zum optionalen Download anzubieten.

Eine der ältesten Windows-Apps

Microsoft Paint gilt wie Solitaire als eine der ältesten Windows-Apps. Eine sehr beschränkte Version mit Namen Paint war bereits in Windows 1.0 verfügbar gewesen. In Windows 3.x trug das dann schon leistungsfähigere Malprogramm zunächst den Namen Paintbrush, bevor Microsoft mit Windows 95 wieder zum Namen Paint zurückkehrte. Seit Windows Vista blieb der Funktionsumfang von MS Paint nahezu konstant, wenn man einmal von der in Windows 7 hinzugefügten Ribbon-Oberfläche absieht.

Die meisten Anwender nutzen statt Paint aber dennoch gerne andere kostenlose Malprogramme von Drittanbietern. Besonders populär ist etwa das daran an­ge­lehn­te Paint.NET, bei dem es sich um ein leistungsfähiges Bildbearbeitungsprogramm und Open-Source-Tool han­delt.

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