Google Earth will 3D-Tour-Feature Voyager für Nutzerinhalte öffnen

Von Markus Kasanmascheff am 12.07.2017 11:17 Uhr
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Nach dem großen Google Earth-Update im April plant Alphabet nun den nächsten großen Schritt für seinen 3D-Atlas, welcher vielen unter Google Street View bekannt ist. Die Voyager-Funktion für geführte interaktive Touren soll künftig auch von Nutzern mit Millionen von Inhalten bestückt werden. Bislang gibt es um die 200 von Google bereitgestellte Touren.

Mit Google Earth kann man die Welt vom PC, Smartphone oder Tablet aus in 3D erkunden. Brauchte man dafür früher noch die eigenständige Google Earth-PC-Software, geht das mittlerweile auch bequem per Webbrowser und Smartphone-App. Auch in den Kartendienst Google Maps wurde Google Earth mittlerweile nahtlos integriert. Und während dort Anwender bereits eigene Karten und Bilder erstellen können, soll dies künftig auch mit interaktiven 3D-Touren in Google Earth möglich sein, wie Google Earth Director Rebecca Moore gegenüber Reuters bekanntgab.

Voyager-Touren künftig von jedermann erstellbar

Möglich werden soll dies über das so genannte Voyager-Feature für geführte Touren. Dieses kann bereits jetzt mit exklusiven Inhalten von ausgewählten Partnern genutzt werden, wie etwa in den Natural Treasures von BBC Earth oder einem von der Verhaltensforscherin Jane Goodall durch den Gombe National Park in Tansania geleiteten Trip.

Sightseeing mit Google Earth

Die zugrundeliegende Technik will Google künftig auch der breiten Öffentlichkeit anbieten, um Google Earth mit selbst erstellten Touren als nutzergenerierte Inhalte anzureichern. Nach Angaben der Google Managerin könnten dies etwa Geschichten zur persönlichen Familienhistorie sein oder eine 3D-Show um den letzten Wanderurlaub zu illustrieren.

Was die Anwender veröffentlichen, soll ihnen komplett selbst überlassen werden. Wie auf anderen Plattformen auch werde man das Feature sowohl öffentlich, als auch rein privat nutzen können. Bis es soweit ist, wird es aber noch ungefähr zwei bis drei Jahre dauern. Vor einen Masseneinsatz muss Google anscheinend noch an den Editier-Tools und der dafür nötigen IT-Infrastruktur feilen.

Geld verdienen will Alphabet mit den individuellen Voyager-Touren übrigens nicht, auch wenn der Konzern bereits erste 3D-Werbeformate etwa für VR-Umgebungen testet. Der Konzern verdiene mit Werbung auf anderen Wegen bereits genug Geld und Google Earth sei vielmehr ein Geschenk für die Allgemeinheit durch den IT-Konzern, so Rebecca Moore.

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