Razer: Spiele-Spezialist nimmt nach dem PC jetzt Mobilgeräte ins Visier

Von Roland Quandt am 21.06.2017 16:38 Uhr
Der Peripheriegeräteanbieter und Gaming-Spezialist Razer nimmt nach eigenen Angaben zunehmend den Bereich der mobilen Spielenutzung ins Visier. Wie Firmenchef Min-Lian Tan jetzt in einem Interview erklärte, wolle man das Mobile-Gaming zu einem "riesigen Teil" des eigenen Geschäfts machen.

Razer bietet traditionell fast ausschließlich PC-bezogene Peripherie oder eigene Laptops und das passende Zubehör an. Während die großen Marken noch immer einige Schwierigkeiten haben, im Markt für PC-Gaming erfolgreich zu sein, hat sich Razer eine treue Fangemeinde aufgebaut und konnte zuletzt immer weiter expandieren. Vor einigen Monaten erfolgte dann die Übernahme des Smartphone-Herstellers Nextbit, für den unter anderem der Ex-Design-Chef von HTC tätig ist, der für das HTC One M7 verantwortlich war.

Wie Tan im Gespräch mit der South China Morning Post anlässlich der Eröffnung eines neuen Razer Stores in Hong Kong erklärte, nimmt man nun den Markt für die Nutzung von Spielen auf mobilen Geräten als nächstes Wachstumsfeld in Angriff. Es gebe viel Potenzial für Razer, wie sich an den Geschäftszahlen der letzten Jahre gezeigt habe, obwohl Razer noch nicht einmal im Mobile-Gaming-Markt aktiv ist.

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Künftig will Razer nun mit dem Mobilfunkkonzern Three kooperieren, um gemeinsam spezielle Tarife, Dienste und Geräte für Gaming-Fans anzubieten. Darüber hinaus sollen auch "künftige Mobile-Devices" geplant sein, wobei Tan dazu bisher noch keine genaueren Angaben machen wollte. Es gebe bisher weder passende Geräte noch Software-Plattformen, die die Bedürfnisse von Freunden der mobilen Spielenutzung wirklich befriedigen könnten, so Tan. Genau darin bestehe die große Chance für sein Unternehmen.

Razer hatte bereits 2015 die Firma Ouya aufgekauft, die eine Android-basierte Spieleplattform anbot. Im Januar 2017 wurde dann der Kauf von Nextbit bekanntgegeben, einem kleinen amerikanischen Anbieter, der mit dem Robin bisher nur ein einziges Smartphone-Modell auf den Markt gebracht hatte. Für das Robin hatte man zuvor allerdings mit viel Erfolg per Crowdfunding Geld gesammelt und verfolgte mit der automatischen Auslagerung von Apps, Bildern und anderen Daten auch ein recht innovatives Konzept.

Man habe inzwischen "die besten Talente" im Bereich des Designs von Mobilgeräten unter dem Dach von Razer vereinen können, so dass diese Mitarbeiter jetzt "die nächste Generation" der Spiele-Geräte entwickeln können, sagte Tan weiter. Razer hatte mit dem Edge-Tablet vor einigen Jahren bereits ein Windows-basiertes Gaming-Tablet mit vergleichsweise leistungsfähiger aber eben auch energiehungriger Notebook-Technik im Angebot.
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