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Redcoon: Online-Händler in den Mühlen von MediaSaturn zermahlen

Von Christian Kahle am 27.04.2017 20:10 Uhr
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Wer aktuell auf die Idee kommt bei Redcoon, einem der größten deutschen Online-Händler, einkaufen zu wollen, steht vor verschlossenen Türen. Man baue um, heißt es. Im Konkreten bekommt die Firma das neue Online-Engagement von Media Markt und Saturn zu spüren.

Redcoon gehört zum gleichen Mutterkonzern und agierte bisher relativ eigenständig. Das ist nun aber vorbei. Wie das Unternehmen aufgrund verschiedener Nachfragen nun mitteilte, sei die Seite aktuell wegen der Einführung eines neuen Shop-Systems nicht aktiv. Der Umbau wird voraussichtlich noch bis Mai andauern. Im Hintergrund geht es dabei darum, dass Redcoon in die Infrastruktur der Schwesterketten Media Markt und Saturn eingebunden werde.

Die Dachgesellschaft der beiden großen Elektronikketten hatte Redcoon vor sechs Jahren übernommen. Damals hatten weder Media Markt noch Saturn einen Ableger im Online-Handel. Das hat sich inzwischen aber geändert und die kleinere der drei Marken wird nun von den beiden großen mitversorgt. Das ist wirtschaftlich sicherlich durchaus sinnvoll.

Entlassungen stehen an

Weniger erfreulich ist es hingegen für die Beschäftigten von Redcoon. Rund 150 Mitarbeiter waren wohl zuletzt für das Unternehmen tätig, von denen viele nun nicht mehr benötigt werden, wenn die Abwicklung der Bestellungen bei den beiden großen Schwestern mit erledigt wird. Rund 70 Stellen sollen im Zuge des Umbaus wohl wegfallen. Allerdings, so hieß es, solle versucht werden, die Betroffenen innerhalb des Konzerns in anderen Positionen unterzubringen.

Allerdings sind die fraglichen Mitarbeiter bisher am Redcoon-Standort in Aschaffenburg tätig. Selbst wenn sie einen Job bei dem Handelskonzern behalten, dürfte dies letztlich bedeuten, dass sie längere Wege zu anderen Standorten in Kauf nehmen müssen. Und auch wenn auf der Redcoon-Seite selbst eine baldige Wiederkehr angekündigt wird, verwundert es, dass auch die Social Media-Auftritte der Firma auf Facebook und Twitter verschwunden sind.
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