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IR-Technik für Smartphones: 1.000 neue Osram-Jobs in Regensburg

Von Christian Kahle am 10.02.2017 11:33 Uhr
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Der deutsche Lampenproduzent und Lichtspezialist Osram stellt in Erwartung neuer Entwicklungen im Smartphone-Markt bis zu tausend neue Beschäftigte ein. Die neuen Mitarbeiter sollen in der Fabrik in Regensburg die Fertigungsmengen von Infrarot-Komponenten deutlich steigern.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters geht man bei Osram davon aus, dass es demnächst wesentlich mehr Smartphones geben wird, die über die Technik verfügen, ihre Nutzer anhand eines Iris-Scans zu erkennen. Dafür kommen Infrarot-Technologien zum Einsatz und die Nachfrage nach diesen steigt bereits merklich an.

In Regensburg fertigt Osram vor allem optische Halbleiter-Produkte. Durch die Neueinstellungen würde die Belegschaft an dem Standort um gut die Hälfte vergrößert. Aktuell landen die meisten hier produzierten Komponenten noch in Autos und werden dort für verschiedene Fahrassistenten benötigt.

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Schrittweise aufstocken

Allerdings wird das Unternehmen die tausend neuen Stellen nicht auf einen Schlag schaffen. Geplant ist vielmehr eine schrittweise Umsetzung des Vorhabens bis zum Jahr 2020. Die Jobs entstehen dabei vor allem in der Produktion und in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.

Einer der letzten Großaufträge, den Osram in dem Bereich bereits in der Tasche hatte, brachte letztlich nicht das erhoffte Ergebnis. Die Infrarot-Komponenten des Unternehmens kamen im letzten Jahr in Samsungs Galaxy Note 7 zum Einsatz, das allerdings durch Akku-Probleme zum Totalausfall wurde. Allerdings dürfte Osram auch beim kommenden Galaxy S8 wieder mit an Bord sein.

Auf dem Weltmarkt hat Osram es bei Infrarot-Komponenten für Smartphones im Wesentlichen mit zwei großen Konkurrenten zu tun: Da wäre auf der einen Seite der Hersteller Nichia aus Japan. Andererseits ist auch Lumileds auf dem Markt aktiv - bisher eine Tochter von Philips, die aber kürzlich an einen Finanzinvestor aus den USA verkauft wurde.
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