"Windows 10 Cloud" ist wohl eine Art Windows RT und kein "Cloud-OS"

Von Witold Pryjda am 30.01.2017 16:39 Uhr
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Ende vergangener Woche hat Microsoft den Insider-Preview-Build mit der Nummer 15019 veröffentlicht. Darin sind am Wochenende dann Hinweise auf eine Cloud-Version von Windows 10 entdeckt worden. Was genau das ist, weiß aber keiner. Doch laut neuesten Informationen hat diese Version wohl nicht viel oder gar nichts mit der Cloud zu tun.

Es gibt schon seit einiger Zeit Hinweise auf eine "Windows Cloud" genannte Fassung des aktuellen Betriebssystems von Microsoft. Der Begriff Cloud scheint auf den ersten Blick eindeutig, entsprechend schnell gab es Vermutungen, dass Microsoft das OS "streamen" oder auf sonstige Weise über externe Server anbieten will.

Nur UWP-Apps

Doch nach Informationen von Microsoft-Insidern Mary Jo Foley ist Windows Cloud etwas anderes als man vermuten kann: Denn Foley schreibt auf ZDNet, dass diese Version von Windows 10 lediglich eine simplifizierte Version des Betriebssystems sein soll. Konkret bedeutet das, dass man darauf nur Unified Windows Platform (UWP)-Apps installieren kann, (einzige) Bezugsquelle wäre dabei der Windows Store.

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Die Microsoft-Expertin schreibt, dass man das am besten mit der Windows 8.1 mit Bing-SKU (Stock Keeping Unit) und Windows RT vergleichen könne. Uns erinnert das eindeutig vor allem an die zweitgenannte Version und dieses "kastrierte" Windows 8 gilt als einer der größten Flops des Redmonder Unternehmens aller Zeiten.

Zwar kann man das UWP-App-Angebot von heute nicht mit den Zeiten von Windows 8 bzw. RT vergleichen, dennoch kann man sich schwer vorstellen, dass ein derart eingeschränktes Windows 10 ein Erfolg wäre.

Warum Microsoft in diese Richtung überlegt, ist aber auch klar: Man will ein Konkurrenzprodukt zu Chrome OS bzw. den Chromebooks haben, diese werden auf dem Billig-Segment immer mehr zum Thema. Offiziell hat sich das Redmonder Unternehmen dazu bisher nicht geäußert, es zeichnet sich aber doch recht klar ab, dass Windows 10 Cloud nicht viel mit der Cloud zu tun hat.

Siehe auch: Neue Hinweise zu Windows 10 in der Cloud im Insider Build
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