Samsung startet Note 7-Update, das die Geräte unbrauchbar macht

Von Nadine Juliana Dressler am 27.12.2016 21:42 Uhr
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Mit T-Mobile startet heute der erste US-Provider mit dem Update, das die sich noch im Umlauf befindlichen Samsung Galaxy Note 7-Geräte bald komplett unbrauchbar macht. Samsung hatte die Anbieter gebeten, eine neue Software zu verteilen, die die Ladefunktion für das explosionsgefährdete Smartphone deaktiviert.

Wer in den USA jetzt noch ein Galaxy Note 7 nutzt, für den sind die letzten Stunden der Verwendung gekommen. Samsung macht jetzt Ernst und will kein weiteres Risiko eingehen. Die letzten bei den Kunden verbliebenen Geräte - nach einer offiziellen Zählung zu Beginn des Monats waren noch rund 7 Prozent aller in den USA ausgelieferten Geräte nicht zurückgegeben worden - sollen per Software-Update unbrauchbar gemacht werden.

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Eine Akku-Ladung noch, dann ist Schluss

Das entsprechende Update ist von T-Mobile gestartet worden. Weitere Provider werden zeitnah folgen. Es aktualisiert auf die Baseband-Version N930TUVU2APL2 und ist 113,75 MB groß. In der Update-Beschreibung heißt es: "Dieses Update sendet eine On-Screen-Benachrichtigung über den Rückruf und den zu treffenden Maßnahmen und wird die Ladefähigkeit des Geräts verhindern." Über weitere direkte Maßnahmen, wie der Ausschaltung der Telefonfunktion, steht dort nichts. Man wird das Gerät also nutzen können, solang der Akku seine letzte Ladung verbraucht.

Verizon wehrte sich öffentlich

Zunächst hatte es geheißen, Samsung arbeite an einem Software-Update, mit dem die Telefon-Funktion des Note 7 deaktiviert werden solle. Samsung will so die letzten Nutzer zur Rücksendung des Note 7 bewegen. Daraufhin hatte sich der US-Anbieter Verizon öffentlich gewehrt und hatte klargestellt, dass man als Telekommunikations-Unternehmen seinen Kunden ein solches Update nicht weiterleiten werde, welches ausgerechnet das Haupt-Feature eines Telefons ausschaltet.

Mehr dazu: Klingt nach Ärger: Provider will Note-7-Brick-Patch nicht ausliefern

Allem Anschein nach hat sich Samsung das ein wenig zu Herzen genommen und greift nun nur im Akku-Management ein. Das Resultat wird im Endeffekt auf das gleiche Ende hinauslaufen - so oder so wird nach dem Update das Note 7 außer Gefecht gesetzt. Nachdem Samsung mit einem vorangegangenen Update die Ladefähigkeit bereits auf 60 Prozent beschränkt hatte, wird sie nun vollständig deaktiviert. Note 7-Käufer sollen anschließend ihr Gerät an Samsung senden für die Rückabwicklung.

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