Bekämpft und geliebt: Sci-Hub-Gründerin für illegales Tun gewürdigt

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[o1] regulator am 21.12. 16:33
Kriminelle gehören ins Gefängnis.
[re:1] Scaver am 21.12. 16:43
+4 -1
@regulator: Richtig. Nur hier fehlen noch etliche Informationen, um dass abschließend beurteilen zu können. Selbst die Gerichte hatten dies bis jetzt nicht anschließend getan!
Und... unschuldig bis die Schuld bewiesen ist!
[re:2] P-A-O am 21.12. 16:50
+8 -3
@regulator: in einem Land, in dem man bis vor gar nicht allzu langer Zeit Kriminell war wenn man gewissen Bevölkerungsgruppen Unterschlupf geboten und vor der Deportation und der darauf folgenden Ermordung bewahrt hat, sollte man zumindest aus der Geschichte gelernt haben.

Wissen sollte für jeden frei zugänglich sein. Auch wenn das in die kaputte Gesellschaftsvorstellungen von heute nicht in jeden Kopf passt.
[re:1] regulator am 21.12. 17:14
+2 -4
@P-A-O: Bitte nicht schon wieder die Nazi-Keule herausholen. Damit kann man nicht alle Verbrechen, die seitdem auf der Welt begangen wurden, rechtfertigen.
[re:1] P-A-O am 21.12. 23:19
+4 -
@regulator: es geht nicht um die Nazi-Sache sondern um den blinden Gehorsam und der Gesetzestreue die man hierzulande fast schon einen Fetisch nennen kann. Die tiefere Bedeutung war "Hirn einschalten". Egal ob Recht und Gesetz
[re:3] dodnet am 21.12. 16:55
+5 -1
@regulator: Whistleblower wie Snowden?
[re:5] Gast11962 am 21.12. 17:16
+4 -1
@regulator: Ganz so einfach ist das nicht, zumindest aus Moralischer Sicht ist das ein richtiger Schritt.
Allein nur der Bereich Medizinische Forschung ist nun für jeden Forscher/Arzt einsehbar, die sich daraus eventuell entwickelnden Behandlungsmöglichkeiten oder Profilaxen, sind so nicht mehr unter Verschluss bzw. müssen mühsam gegen Geld aus unterschiedlichen Quellen zusammengesucht werden.

Diese "Verlage" machten doppelt Kasse, in dem sie die Forscher Zahlen lassen um ihre Forschungsergebnisse zu veröffentlichen und dann das interessierte für diese Veröffentlichung nochmal bezahlen müssen.
Diese Datenbank ist frei verfügbar und die gute hat (soweit ich weiß) keinerlei Finanzielle Interessen daran.
[re:3] regulator am 21.12. 17:24
+ -2
@Gast11962: Es ist ja auch nicht so, dass diese Plattformen gar nichts machen. Sie hosten die Dateien, melden die doi (Digital Object Identifier) an, sorgen dafür, dass die Publikation durch Suchmaschienen auffindbar ist usw. Es gibt auch viele Publikationen, die als Open Access unter einer CC-Lizenz vorgehalten werden, sodass der Nutzer keine Gebühren errichten muss, für den Verlag aber dennoch Kosten anfalllen.
[re:6] web189 am 21.12. 17:43
+3 -1
@regulator: Finde ich nicht. "KriminelL" heißt erstmal nur "gegen geltendes Recht verstoßend". Es gibt viel Unmoralisches, dass mit geltendem Recht vereinbar ist und ebenso kriminelles, dass moralisch vertretbar ist.

Ich persönlich möchte lieber Leute hinter Gitter sehen, die der Gesellschaft in voller Absicht Schaden , um sich selbst zu bereichern - dabei ists mir egal, ob ihr Vorgehen gesetzlich legitimiert ist.

Gewissenlose Banker, Politiker und Großkonzerne torpedieren vollkommen legal die Menschenrechte. Das interessiert mich deutlich mehr als jemand, der illegalerweise wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich machen.
[re:7] Chris Sedlmair am 21.12. 17:45
+5 -1
@regulator: Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.
[re:1] regulator am 21.12. 17:50
+ -5
@Chris Sedlmair: Dem schließe ich mich nicht an.
[re:1] dodnet am 21.12. 18:51
+4 -1
@regulator: Gut, dass nicht alle so denken wie du. Sonst hätten wir heute noch überall das Mittelalter mit seiner Feudalherrschaft.
[re:1] regulator am 21.12. 19:20
+ -4
@dodnet: Es ist in der Forschung mittlerweile umstritten, ob es die Feudalherrschaft überhaupt gab. Ich empfehle dazu die Arbeiten des Mediävisten Steffen Patzold.
[re:2] Chris Sedlmair am 22.12. 14:59
+2 -
@regulator: Laß mich raten... die Feudalgesellschaft ist eine perfide Erfindung der Illuminaten. :3
[re:3] regulator am 22.12. 15:21
+ -
@Chris Sedlmair: Nein, das habe ich niemals gesagt! Steffen Patzold ist Professor für mittelalterliche Geschichte in Tübingen und hat in seinem Werk "Das Lehnswesen" (München 2012) die in der Forschung gelieferten Zweifel an der Feudalherrschaft zusammengefasst.
[re:2] divStar am 22.12. 18:06
+ -
@regulator: tja - ich verstehe zwar nicht warum du gegen frei zugängliches Wissen bist (insbesondere dann wenn die Gesellschaft Wissenschaftler finanziert) - aber jeder hat ja so seine Geheimnisse, oder?

In jedem Fall sehe ich das so wie Chris und viele andere: Wissen muss frei zugänglich sein (es reicht schon, dass bei weitem nicht jeder in der Lage ist das Wissen zu nutzen).

Fortschritt kann nur dann wirklich entstehen wenn jeder sich unabhängig von seinem Geldbeutel über Wissen informieren, es studieren und dann weiterführen / weiterentwickeln kann.

Aber vielleicht bist du ja auch nur einfach "anti". Du "zahlst" es der Gesellschaft heim, indem du dich gegen das, was moralisch und intellektuell sinnvoll erscheint, äußerst. Gott sei Dank bist du (und Leute, die das so sehen wie du) gesellschaftlich und global irrelevant.

Andererseits finde ich auch, dass Kriminelle hinter Gittern gehören. Kostenfreies Bereitstellen von Wissen ist in meinen Augen allerdings nicht einmal ein Kavaliersdelikt. Filme, Musik usw. kostenlos zu beziehen ist für mich ein Kavaliersdelikt. Richtig kriminell ist hingegen Mord, Totschlag, Vergewaltigung - und das Zecheprellen des Staates und somit der Bürger. DAFÜR müssten Leute hinter Gitter.

Im übrigen ist auch Snowden für mich kein Krimineller, denn er hat denjenigen Gewissheit über Sachverhalte verschafft, die es interessiert. Der Staat hat FÜR und ausschließlich IM Interesse der eigenen Bürger zu arbeiten - und nicht dagegen bzw. für die eigenen Taschen der Politiker, Großkonzerne und sonstiger Profiteure.
Wer glaubt diese globalen Überwachungsnetzwerke wurden in die Tat umgesetzt, um die Bevölkerung zu schützen, glaubt auch an den Weihnachtsmann, den Osterhasen und die Zahnfee. Diese Netzwerke sind entstanden, um den Mob zu kontrollieren - verkauft wird es mittels Terror- und Kinderpornographiebekämpfung. Hat die globale Überwachung den Terror wirklich vereitelt? Wenn man sich Deutschland, Frankreich, Spanien usw. ansieht - wohl kaum, oder?
[re:8] Drachen am 21.12. 17:58
+3 -
@regulator: ja, in einer idealen Welt.
In unserer realen Welt werden die Kriminellen aber Vorstandsvorsitzende oder Politiker usw. ...
[re:9] linda.r am 21.12. 19:11
+3 -
@regulator: Du scheinst von Wissenschaft/Forschung relativ wenig bzw. gar keine Ahnung zu haben.

Einfach mal genauer nachschauen (also nicht nur den Abstract) was die Kollegen so gemacht haben ist z.T. mit hohen Kosten verbunden.

Also bitte. Wenn man keine Ahnung hat... Hauptsache seinen Senf dazugeben, gell??!
[re:10] raedwulf76 am 21.12. 19:38
+2 -1
@regulator: sehe ich auch so ... man kommt nur so schlecht an diese Mafia-Verlage ran ^^
[o2] RalphS am 21.12. 19:47
+4 -
Und eben DAS ist in der Nußschale das Problem, was ich mit "Wissensgesellschaften" habe.

Wissen muß frei sein. Räder zweieinhalbtausendmal neu zu erfinden, weil man nicht das Geld hatte, existierende Information zu erhalten... und dann auch noch Plagiatsvorwürfen zu unterliegen, WEIL man das getan hatte... das kann und darf nicht wissenschaftliches Arbeiten sein.

Wissenschaftliche Arbeiten frei verfügbar zu machen ist nicht kriminell. Es ist ein Dienst an der Menschheit. Ja, die Frau gehört geehrt.
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