Nach dem Note7-Desaster: Samsung streicht Bonus-Zahlungen zusammen

Von Roland Quandt am 20.12.2016 17:26 Uhr
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Eigentlich sollte das Samsung Galaxy Note 7 dem koreanischen Elektronikgiganten einmal mehr ein äußerst einträgliches zweites Halbjahr 2016 bescheren. Weil daraus jedoch bekanntermaßen nichts wurde, hat man nun offenbar die Bonus-Zahlungen für die Mitarbeiter der Sparte für mobile Geräte kräftig eingestampft.

Wie SamMobile unter Berufung auf seine normalerweise recht gut informierten Quellen aus dem Umfeld von Samsung berichtet, hat das Unternehmen jüngst die Zusatzzahlungen der Mitarbeiter gekürzt. Die Auszahlung soll am 26. Januar 2017 erfolgen, doch schon jetzt steht fest, dass die Mitarbeiter weniger Geld bekommen sollen. Der Grund ist der Fehlschlag des Note7, das nach massiven Problemen mit brennenden Akkus erst zurückgerufen und dann ganz vom Markt genommen wurde.

So sind die Bonus-Zahlungen bei Samsung angeblich im Rahmen eines OPI genannten Programms direkt an die Gewinne des Unternehmens geknüpft. Bis zu 50 Prozent ihres Basiseinkommens erhielten viele Mitarbeiter deshalb noch einmal als Zusatzzahlungen, die ergänzend zum eigentlichen Gehalt gezahlt werden. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn die Gesamtsumme der auf diesem Weg ausgezahlten Gelder maximal 20 Prozent des Überschusses von Samsungs Mobilsparte ausmacht.

Laut den in dem Bericht zitierten Quellen erhalten die Mitarbeiter von Samsung Mobile in diesem Jahr nur eine Bonus-Zahlung in Höhe von 17 Prozent, weil dem Unternehmen durch den "Ausfall" des Galaxy Note7 Milliardeneinnahmen entgangen sein dürften. In den letzten Jahren hatten sie jeweils die maximal mögliche Summe ausgezahlt bekommen.

Weil Samsung sich in den letzten Jahren zum Marktführer unter den Smartphone-Anbietern hochgearbeitet hat, fuhr man auch die entsprechenden Gewinne ein. Dadurch erhielten die Mitarbeiter in den letzten Jahren immer wieder die Bonus-Zahlung in Höhe von 50 Prozent ihres Jahreseinkommens. In diesem Jahr fällt der Bonus erstmals seit sechs Jahren unter die 20-Prozent-Marke. In der eigenständigen Speichersparte von Samsung geht es unterdessen weiter wie gehabt - die Mitarbeiter bekommen Anfang 2017 stolze 50 Prozent ihres Jahresgehalts noch einmal zusätzlich ausgezahlt.
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