Maxwell-Architektur: Nintendo Switch "nicht leistungsstärker als PS4"

Von Witold Pryjda am 15.12.2016 09:06 Uhr
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Obwohl zur Technik von Nintendos nächster Konsole kaum etwas bekannt ist, war eigentlich schon von Anfang an klar: Über die Hardware wird der japanische Konzern nicht versuchen, den Markt aufzumischen. Kaum jemand erwartet, dass Switch mit PS4 und Xbox One mithalten kann. Das bestätigen nun auch Insider.

Offizielle Informationen zum Innenleben der nächsten Nintendo-Konsole sind rar, im Grunde ist nur bekannt, dass ein Custom-Modell des Nvidia Tegra-Chipsatzes zum Einsatz kommen wird. Spezifikationen sind aber bisher keine bekannt. VentureBeat hat nun von zwei Insidern, die "mit dem System vertraut" sind, Informationen dazu zugespielt bekommen. Diese dürften zwar kaum jemanden überraschen, die Details sind aber doch interessant.

Maxwell statt Pascal

Laut den Quellen kommt bei Nintendo Switch nämlich nicht die aktuellste Nvidia-Prozessor-Architektur Pascal zum Einsatz, sondern das bereits ältere Maxwell-Verfahren. Das bedeutet, dass der Chipsatz nicht wie bei Pascal im effizienteren 16-Nanometer-Verfahren hergestellt wird, sondern Nvidia und Nintendo auf 20 Nanometer zurückgreifen.

Nintendo Switch vorgestellt: Eine Konsole für alle Fälle
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Ein Nachteil soll das aber nicht sein, auch das wird kaum jemanden überraschen: Denn laut dem Bericht soll die nächste Konsole für das, was Nintendo damit vorhat, leistungsstark genug sein. Denn bekanntlich setzt Big N auf Spielequalität und weniger auf Grafik-Power, das ist auch schon bei früheren Geräten der Fall gewesen.

Weiter heißt es, dass manche Fans enttäuscht sein könnten, dass Nintendo auf eine alte Architektur setzt. Der Grund dafür sei aber, dass das Timing nicht gepasst habe. Denn das Unternehmen habe große Eile gehabt, die gefloppte Wii U zu ersetzen. Das liegt auch daran, dass man das neuartige Hybrid-Konzept auf den Markt bringen wollte, bevor ein Konkurrent auf eine vergleichbare Idee kommt. Denn man hat die Wii U zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, zu dem Nutzer sich bereits rund zwei Jahre an Tablets gewöhnt haben und der Tablet-artige Controller nichts neues mehr war.
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