Microsoft: Joe Belfiore ist zurück, soll Windows 10 Geld verdienen lassen

Von Roland Quandt am 01.12.2016 13:27 Uhr
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Joe Belfiore ist zurück. Microsoft hat mit Belfiore einen der wichtigsten Manager aus dem Windows-Team wieder an Bord, nachdem er sich nach der Veröffentlichung von Windows 10 entschieden hatte, eine längere Auszeit zu nehmen. Belfiore soll nun für die Entwicklung der Benutzeroberfläche von Windows verantwortlich sein.

Wie Microsoft-Spezialist Paul Thurrott berichtet, war Belfiore wohl schon vor einigen Wochen wieder an seinen Arbeitsplatz bei Microsoft zurückgekehrt, doch erst jetzt sei klar, welche Aufgaben er nun übernimmt. Thurrott zufolge ist Belfiore nun für das Team verantwortlich, das die "verbraucherbezogene Windows-Shell" entwickelt und untersteht dabei direkt dem Windows-Chef Terry Myerson.

Joe Belfiore stellt die Neuerungen von Windows 10 vor
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Vor seiner Pause, die nun wohl fast ein Jahr gedauert hat, war Belfiore als Vice President der Operating Systems Group bei Microsoft sozusagen der Chef aller Windows-Entwickler. Auf seinem neuen Posten ist der Aufgabenbereich anscheinend klarer definiert, denn Belfiore soll laut Thurrott mit der Mammutaufgabe betraut worden sein, neue Wege zu finden, mit Windows im Endkundenmarkt Geld zu verdienen.

Konkret bedeutet dies, dass er andere Finanzierungsmöglichkeiten erschließen soll, nachdem die Einnahmen aus dem Vertrieb von Lizenzen angesichts der Umstellung der Art und Weise, wie Windows entwickelt und verkauft wird, wegbrechen. So gibt Microsoft sein Betriebssystem mittlerweile gerade für Low-End-Systeme teilweise kostenlos oder stark vergünstigt an die Gerätehersteller ab.

Außerdem erscheint seit der Einführung von Windows 10 nicht mehr alle zwei bis drei Jahre eine große Neuauflage des Betriebssystems, für die man den Kunden eine neue Lizenz verkaufen kann. Stattdessen wird Windows bekanntermaßen seit einiger Zeit konstant weiterentwickelt, wobei die Käufer lange Jahre eine aktualisierte Version erhalten, ohne dafür zur Kasse gebeten zu werden. Hinzu kommt auch, dass das kostenlose Upgrade von früheren Windows-Versionen noch immer möglich ist.

Wie Microsoft nun also mit Windows 10 Geld verdienen soll, ist eine der Fragen, die Belfiore in Angriff nehmen wird. Dabei halten sich die Möglichkeiten wohl in Grenzen, so dass schnell die stärkere Integration von Werbung oder anderen Inhalten von Sponsoren ins Spiel kommen könnte. Die Redmonder haben bereits mit entsprechenden Features experimentiert, schließlich schlägt Windows 10 zum Beispiel in seinem Startmenü teilweise Apps aus dem Store vor.

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