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Asus Zen Verkaufsstopp: Gibt es wieder Probleme mit Microsoft?

Von Nadine Juliana Dressler am 21.10.2016 19:11 Uhr
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Der taiwanische Elektronik-Hersteller Asus hat wie es den Anschein hat, wieder einmal große Lizenz-Probleme. In Deutschland bietet der Konzern deshalb ab sofort erst einmal mehr keine ZenFone Smartphones und ZenPad Tablets an, die mit Android 5.0 oder neuer bestückt sind.

Was hinter dem Verkaufsstopp genau steht war heute nicht mehr herauszubekommen. Woher das Ungemach rührt, ist somit erst einmal nur Spekulation. Die Technik-Seite Heise.de hatte zuvor über die Beobachtung eines Lesers berichtet, wonach Asus ZenFone und ZenPad wegen Patentproblemen vorübergehend aus dem Angebot nimmt. Auf der Asus-Webseite sind die entsprechenden Geräte-Kategorien aktuell gar nicht mehr zu finden. Im Asus-Onlineshop hingegen gibt es einen Vermerk zu den verschwundenen Geräten. "Smartphones/Tablets mit Android 5.0 oder höher sind derzeit nicht in Deutschland erhältlich."

Unboxing und erste Eindrücke zum Asus ZenPad 3 8.0

Wer steckt hinter dem Stopp?

Entsprechende Geräte werden bei Asus derzeit als nicht lieferbar angezeigt. Gleiches gilt im Übrigen auch für all jene Produkte, die Asus im Kundenauftrag anbietet, wie zum Beispiel die ProSieben Entertainment Pads. Der Verweis auf die Einschränkung auf Smartphones und Tablets mit Android 5.0 oder höher lässt zumindest vermuten, woher der Wind nun weht. Asus hatte schon einmal vor einigen Jahren einen großen Lizenzrechtestreit gegen Microsoft geführt. Microsoft hält wichtige Android-Patente und könnte somit nun rein theoretisch hinter dem Verkaufsstopp stehen.

Cross-License-Deal

Vor einem Jahr dann machte ein "Cross-License-Deal" die Runde, womit Microsoft Zugriff auf Asus-Patente erhielt und umgekehrt. Im Gegenzug hatte Asus eingewilligt, künftig Geräte mit vorinstallierten Microsoft-Apps auszuliefern. Ob bei den Partnern nun dicke Luft herrscht, ist aktuell noch nicht bekannt.

Mehr dazu: Ermittlungen gegen HTC, ASUS & Broadcom wegen 'geklauten' Chip-Designs
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