Stick-PCs für den HDMI-Port werden zum Schnäppchen: Ab 65 Euro

Von Roland Quandt am 11.10.2016 12:10 Uhr
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Es gibt mittlerweile eine große Zahl von kleinen Stick-PCs, die mit einem vollen Windows-Betriebssystem in einem extrem kompakten Format daherkommen. Bisher waren diese Geräte aber gerade wegen der Lizenzkosten für Windows nicht unbedingt günstig zu haben. Jetzt kann man sie allerdings schon zu Preisen ab rund 65 Euro erwerben, wobei auch die Modelle mit leistungsfähigeren Prozessoren etwas billiger geworden sind.

Laut dem WinFuture Preisvergleich hat der deutsche Hardware-Anbieter i.onik offenbar vor einigen Wochen den Preis seines sogenannten I-onik Global USB Stick P101 kräftig gesenkt. Der im Stil eines USB-Sticks gehaltene Mini-PC kann nun bereits für nur gut 65 Euro erworben werden, wobei einige Anbieter mit Preisen ab rund 72 Euro das Gerät auch kostenlos liefern.

i.onik Global MiniPC Stick

Technisch gesehen handelt es sich beim I-onik P101 um einen Intel Compute Stick, also einen Kleinst-PC auf Basis von Tablet-Technik, der eigentlich primär für den Anschluss an einen beliebigen Fernseher oder Monitor mit HDMI-Port gedacht ist. Das Gerät arbeitet komplett lüfterlos und ist auch sonst wegen des hier verwendeten Prozessors, der normalerweise in günstigen Tablets seinen Dienst tut, extrem sparsam.

Die technische Basis bildet hier der Intel Atom Z3735F aus der "Bay Trail"-Familie, bei dem es sich um einen Quadcore-SoC mit einem Basistakt von 1,33 Gigahertz handelt, dessen Taktrate per TurboBoost auch mal auf 1,83 GHz ansteigt, wenn mehr Leistung benötigt wird. Mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und 32 GB internem Flash-Speicher ist das Gerät recht spärlich bestückt, lässt sich aber dennoch zur Videowiedergabe oder auch für simple Office-Aufgaben verwenden. Bei Bedarf kann man auch eine MicroSD-Karte einsetzen, um zumindest etwas mehr Speicher zu bekommen.

Intel: "Cherry Trail", Core M & USB 3.0: Stick-PCs mit mehr Power im Hands-On
Zur weiteren Ausstattung gehören ein vollwertiger USB-2.0-Anschluss, über den externe Peripheriegeräte genutzt werden können, sowie N-WLAN und Bluetooth 4.0. Die Energieversorgung erfolgt wie bei diesen PC-Sticks üblich mittels eines MicroUSB-Anschlusses. Einen Audioausgang hat der Kleinstrechner leider nicht, da der Ton über die Lautsprecher des Fernsehers wiedergegeben werden soll. Als Betriebssystem läuft in den meisten Fällen schon Windows 10, wobei auch noch einige Modelle mit Windows 8.1 im Handel vertrieben werden, so dass man beim Kauf darauf achten sollte, dass man auch die aktuellste Version von Microsofts Betriebssystem bekommt.

Wer nach einer ähnlich günstigen Alternative sucht, kann mit etwas Glück über eBay bei einigen MediaMarkt-Filialen den praktisch identisch ausgestatteten Hannspree SNNPDI1B Stick-PC erwerben, wobei dann knapp 70 Euro inklusive Versand fällig werden. Für Kunden, die mehr Leistung benötigen, gibt es mit den jüngsten Versionen der Intel Compute Sticks gegen einen zwar inzwischen gesunkenen aber immer noch deutlichen Aufpreis eine Option.

Auch Compute Sticks mit Core M-Prozessor sind günstiger zu haben

Sofern man eine Windows-Lizenz zur Verfügung hat oder ohnehin ein alternatives Betriebssystem einsetzen möchte, kann man den Intel Compute Stick STK2M364CC inzwischen zu Preisen ab rund 275 Euro ordern. Dieser ist etwas größer als die Atom-basierten Sticks, bietet aber mit dem Intel Core M3-6Y30 auch einen leistungsfähigeren SoC auf Basis der "Skylake"-Architektur, wie er auch im günstigsten Microsoft Surface Tablet verbaut ist. Der Chip hat zwei Kerne und einen Basistakt von 0,9 GHz, beschleunigt aber bei Bedarf auf bis zu 1,6 GHz.

Intel Compute Stick der zweiten Generation

Der Arbeitsspeicher ist hier mit vier Gigabyte recht ordentlich dimensioniert und es gibt immerhin 64 GB internen Flash-Speicher, der erneut per MicroSD-Kartenslot ausgebaut werden kann. Hinzu kommen ein vollwertiger USB-3.0-Port, Gigabit-WLAN und Bluetooth 4.2. Auch hier wird der Ton wieder über den HDMI-Port ausgegeben, so dass diese Variante vor allem für Monitore mit Lautsprechern oder eben Fernseher geeignet ist. Ein Betriebssystem muss man hier selbst installieren, es sei denn man greift zur deutlich teureren Variante mit vorinstalliertem Windows 10, die dann rund 375 Euro kostet.
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