Google Maps und Earth bekommen schärfere Satellitenaufnahmen

Von Witold Pryjda am 28.06.2016 14:27 Uhr
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Die Kartendienste des Suchmaschinenbetreibers aus dem kalifornischen Mountain View gehören zu den ältesten Angeboten von Google, sie sind nicht nur überaus hilfreich (Maps), sondern geben uns faszinierende Einblicke auf den Planeten, auf dem wir leben (Earth). Diese Ansichten werden jetzt noch spannender, da man nun noch detailliertere Aufnahmen bietet.

In einem Blogbeitrag hat Google das verbesserte Bildmaterial vorgestellt und gezeigt. Dieses stammt von Landsat 8, einem im Februar 2013 gestarteten Satelliten der NASA sowie United States Geological Survey (USGS). Die Aufnahmen sind deshalb auch besonders aktuell, schreibt Google, und wurden zudem, mit neuen Bildverarbeitungstechnologien erstellt.

Google Maps: Landsat 8-Material
Das alte Landsat-7-Material...


Google Maps: Landsat 8-Material
...im Vergleich zum neuen (New York)

Pixel für Pixel

Die Besonderheit ist, dass die Satelliten-Bilder nicht nur hochauslösend sind, sondern auch Wolken-frei. Denn letzteres ist gar nicht einmal so einfach: Denn Satellitenaufnahmen sind zumeist wolkenverhangen, Google hat sich deshalb "Millionen an Bildern angesehen" und die jeweils klarsten Pixel ausgewählt, um sie in Google Earth bzw. der Satellitenebene von Google Maps verwenden zu können.

Google Maps: Landsat 8-Material

Google erklärt genauer, was die Vorteile von Landsat 8 sind: Demnach bietet der neueste Satellit dieser Art einen höheren Detailgrad, eine bessere Farbwiedergabe und auch eine beispiellose Frequenz. Letzteres ermöglicht dem Satelliten, doppelt so viele Bilder aufzunehmen wie der Vorgänger Landsat 7.

Das aktualisierte Bildmaterial besteht zwar noch nicht ausschließlich aus den Landsat-8-Bildern, aber immerhin zum Großteil, wie Google schreibt. Landsat-7-Aufnahmen hatten zudem an einem Hardware-Fehler zu leiden, der bei nach 2003 durchgeführten Aufnahmen zu weißen Querstreifen geführt hat. Außerdem erklärt Google noch den Prozess der Bildverarbeitung, dabei kamen die öffentlich verfügbaren Earth-Engine-APIs zu Einsatz. Diese werden auch von der Wissenschaft für diverse Zwecken wie die Erfassung des globalen Waldbestands verwendet.
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