Microsoft kauft LinkedIn - für unglaubliche 26,2 Milliarden Dollar

Von Witold Pryjda am 13.06.2016 14:51 Uhr
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Das Redmonder Unternehmen hat bekannt gegeben, dass man das Karrierenetzwerk LinkedIn übernimmt. Der Kaufpreis beträgt sage und schreibe 26,2 Milliarden Dollar, das sind umgerechnet 23,3 Milliarden Euro. Die Übernahme des Unternehmens ist eine rein wirtschaftliche, Marke und alle Geschäftsbereiche von LinkedIn sollen unabhängig weitergeführt werden.

Das ist schon jetzt eine der spektakulärsten Übernahmen dieses Jahres: Microsoft hat sich mit LinkedIn geeinigt, zum Preis von 26,2 Milliarden Dollar das Karrierenetzwerk zu übernehmen. Microsoft schreibt in einer Mitteilung in seinem News Center, dass man 196 Dollar pro Aktie bezahlt, das ist ein ordentlicher Aufschlag, da LinkedIn-Anteile vor Bekanntgabe des Geschäfts für 131 Dollar gehandelt worden sind, das Plus beträgt also rund 50 Prozent.

Chefs von Microsoft und LinkedIn nehmen zum Milliarden-Deal Stellung
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Bisher handelt es sich um eine verbindliche Vorabvereinbarung, da hierbei noch diverse Wettbewerbsbehörden ihre Zustimmung erteilen müssen. Man erwartet, dass das Geschäft bis Ende dieses Kalenderjahres über die Bühne gebracht werden kann. Jeff Weiner wird auch nach der erfolgten Übernahme CEO bleiben und Satya Nadella direkt unterstehen. Die Übernahme ist in jeder Hinsicht als "freundlich" zu bezeichnen, Reid Hoffman, Aufsichtsratsvorsitzender, Mitgründer und bisheriger Hauptanteilseigner, unterstützt wie Weiner das Geschäft uneingeschränkt.

Microsoft kauft LinkedIn
Jeff Weiner, Satya Nadella und Reid Hoffman (von links)

Wachstum

Microsoft hat in seiner Mitteilung auch einige Zahlen zu bieten: So kommt LinkedIn bei Mitgliedern auf ein 19-Prozent-Wachstum (Jahresvergleich; YOY) und hat derzeit 433 Millionen Nutzer. In Sachen Unique User kommt man auf 105 Millionen Besuche pro Monat, mobil beträgt das Wachstum 49 Prozent.

Nadella sagte, dass LinkedIn ein "fantastisches Geschäft" aufgebaut habe, das sich "darum dreht, die beruflichen Profis zu verbinden". Dieses Wachstum könne man mit Hilfe von Office 365 und Dynamics beschleunigen.



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