Windows 10: "Skylake" Core M-basierte Compute Sticks ab Herbst

Von Roland Quandt am 27.07.2015 16:57 Uhr
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Intel macht aus seinen überraschend gut nachgefragten sogenannten Compute Sticks, also den Mikro-PCs für den HDMI-Port, ab dem Herbst deutlich leistungsfähigere Plattformen. Dann sollen nämlich nicht mehr nur Atom-SoCs verwendet werden, sondern auch die auf der neuen "Skylake"-Architektur basierenden Intel Core M-CPUs der nächsten Generation.

Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf seine Quellen bei den in Asien ansässigen PC-Herstellern, Vertragsfertigern und Zulieferern berichtet, will Intel ab Oktober mit der Einführung von Mini-PCs auf Basis des NUC-Konzepts sowie neuen Compute-Sticks mit den "Skylake-Prozessoren beginnen". Die Geräte werden dann nicht nur von Intel selbst, sondern in ähnlichen Designs mit eigenen Anpassungen von ASUS, ASRock, ECS und Gigabyte erhältlich sein, heißt es.

Quanta NH6 - Referenzdesign für Compute-Stick mit Intel Core M im Hands-On
Die neuen Compute Sticks werden laut dem Bericht mit bis zu vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 GB internem Flash-Speicher daherkommen und Bildschirme mit UHD-Auflösungen unterstützen. Es soll offenbar zwei Varianten geben, wobei die Ausgabe mit dem neuen Intel Core M3-6Y30 (zwei Kerne, 0,8 Gigahertz Basistakt, Burst-Takt 1,5 GHz) ab Oktober mit Windows 10 angeboten werden soll. Die zweite Variante besitzt einen Intel Core M5-6Y57 mit vPro-Support (zwei Kerne, 1,2 Gigahertz Basistakt, Burst-Takt bis zu 2,8 GHz), kommt aber ohne vorinstalliertes Betriebssystem daher - sie soll wohl vor allem Enterprise-Kunden ansprechen, die Microsofts Volumenlizenzangebote nutzen.

Siehe auch: Intel Core M: Mehr Power (& ein Lüfter) für Stick-PCs mit Windows?

Ab dem ersten Quartal 2016 sollen dann auch Compute Sticks mit dem neuen Intel Atom X5-Z8500 erhältlich sein - ob es sich dabei um eine strategische Entscheidung handelt, oder die späte Einführung mit den laut Gerüchten bestehenden Verzögerungen bei der Produktion der neuen Intel Atom-SoCs aus der "Cherry Trail"-Familie zusammenhängt, ist derzeit noch nicht bekannt.

Im November plant Intel laut dem Bericht zwei "Skylake"-Chips, die unter dem Codenamen "Swift Canyon" in einer neuen Generation von NUC-Mini-PCs verwendet werden sollen. Gegen Ende des ersten Quartals 2016 folgt dann angeblich ein aus der Core i7-Serie stammender High-End-Prozessor für die Verwendung in den kompakten Kleinstrechnern. Hintergrund des Engagements von Intel ist die im Vergleich zum Rest des PC-Marktes relativ rege Nachfrage rund um die NUCs und die HDMI-Stick-PCs.
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