Twitch-Co-Gründer: PS4, Xbox One & Wii U sind die letzten ihrer Art

Von Witold Pryjda am 25.03.2015 13:12 Uhr
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Emmett Shear, Mitgründer des beliebten und mittlerweile zu Amazon gehörenden Spiele-Streaming-Netzwerks Twitch, ist der Ansicht, dass es künftig Geräte wie PlayStation 4 oder Xbox One nicht mehr geben wird. Er meint damit aber nicht, dass Konsolen generell tot sind, sondern dass deren lange Lebenszeit nicht mehr zeitgemäß ist.

Nicht zeitgemäß

Der Twitch-Co-Gründer, der sich zweifellos mit Gaming bestens auskennt, hat auf der Konferenz Changing Media Summit in London gemeint, dass ein Lebenszyklus von sieben bis zehn Jahren aus heutiger Sicht gar keinen Sinn mehr ergibt, da "jede andere Hardware-Plattform alle zwei Jahre aktualisiert wird".

Sony PlayStation 4

Wie der Guardian berichtet, sei dieser lange Zyklus ein essentieller Bestandteil dessen, wie Konsolen gebaut würden und wie das Geschäftsmodell dazu aussieht, so Shear. Dennoch würde es ihn überraschen, wenn es nach der aktuellsten Generation eine weitere gäbe.

Xbox One Konsole, Kinect & Controller

Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Sony, Microsoft und Nintendo aus dem Hardware-Geschäft aussteigen werden. Sie wären aber gut beraten, neue Systeme zu erschaffen, die sich mehr an Set-Top-Boxen orientieren, meint Shear. Damit könnten sie Geräte anbieten, die für eine Vielzahl an Aufgaben konzipiert sind und auch eine kürzere Lebenserwartung hätten, da der nächste Upgrade-Zyklus schneller erreicht sein wird.

Vorbild sind Mobilgeräte

Das würde nicht nur die Hardware selbst betreffen, sondern auch die Software, also Betriebssystem und Games. Das bedeutet aber auch nicht, dass die Hersteller jedes Mal neu anfangen müssten, sondern ihre Plattformen häufiger in einer aktualisierten Form veröffentlichen: "Sie müssten in einer Produktversion 1.1 mehr Geschwindigkeit und Speicher bieten, ganz ähnlich wie es Smartphones und Tablets heute machen."

Damit zerstreut Shear auch etwaige Bedenken bezüglich der Kompatibilität, da der Vergleich mit dem Mobilgerätemarkt auch impliziert, dass "alte" Software auch auf neuer Hardware läuft. Hier liegt aber womöglich die Krux des Ganzen, da Sony, Microsoft und Co. nicht ungerne Software "doppelt" verkaufen - sich aber auf abweichende System-Architekturen berufen und womöglich auch ausreden.
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