Streit um OS: OnePlus und Cyanogen gehen künftig getrennte Wege

Von Witold Pryjda am 01.12.2014 11:22 Uhr
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Eine Besonderheit des vielgelobten und auch begehrten Smartphones OnePlus One ist dessen Betriebssystem, das vom (kommerziellen) Ableger der populären Aftermarket-Firmware CyanogenMod stammt. Doch zwischen den beiden Partnern kriselt es derzeit gewaltig, da Cyanogen in Indien Exklusivrechte an einen Konkurrenten vergeben hat. Nun entwickelt OnePlus eine eigene Software-Lösung.

Exklusivität

Morgen feiert das OnePlus One seinen Marktstart in Indien, doch dieser wird von einigen Unstimmigkeiten zwischen OnePlus und Cyanogen begleitet, wie das chinesische Smartphone-Startup in einem Blogbeitrag schreibt. Denn Cyanogen hat vor kurzem die Exklusivrechte für den indischen Markt an ein anderes Unternehmen, Micromax, vergeben.

OnePlus One

Das sei für OnePlus "überraschend und enttäuschend" gewesen, da man zuvor gemeinsam "erfolgreich" die Markteinführung in 17 Ländern und Regionen durchgeführt habe. Für den Start und den Support des OnePlus One in Indien hat das keine unmittelbaren Folgen, das Smartphone wird dort anfangs mit dem Betriebssystem erscheinen und auch technische Unterstützung sowie Updates erhalten.

Weltweit wird man ebenfalls noch eine Weile, genannt wird ein Jahr, mit Cyanogen kooperieren, aber diese Partnerschaft steuert auf ein Ende zu. "Wir können uns die Entscheidung von Cyanogen nicht erklären, weil wir sie selbst nicht völlig verstehen", schreibt OnePlus dazu.

OnePlus wird deshalb die Entwicklung einer eigenen Android-Version vorantreiben, was bereits vorher in Planung bzw. Entwicklung war. Die Software sollte ursprünglich in künftigen Geräten zum Einsatz kommen, diese Bestrebungen wird man nun aber intensivieren und (in Indien) einen ersten Build der eigenen Firmware im Januar veröffentlichen. Im Februar 2015 soll dann eine "Produktions-bereite" OS-Ausgabe folgen.

Vorstellung des Smartphones OnePlus One
Die OnePlus-Firmware wird auf Android 5.0 "Lollipop" basieren und frei von Bloatware sein. Googles Material Design werde man aufgreifen und auch auf "unnötige Anpassungen" verzichten. Technische Unterstützung wird man für "mindestens zwei Jahre" nach Veröffentlichung bieten.
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