Surface Pro 3 im Test: Microsofts fast perfektes Notebook-Tablet

Von Roland Quandt am 28.08.2014 17:47 Uhr
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Microsoft versucht mit dem Surface Pro 3 die perfekte Mischung aus Laptop und Tablet zu schaffen und so, die erstgenannte Gerätekategorie überflüssig zu machen. Ob der Spagat mit dem neuen High-End-Tablet aus Redmond gelingt, verrät unser Test (Plus Gewinnspiel!)

Das Microsoft Surface Pro 3 bietet die Hardware eines Ultrabooks in einem Gehäuse, mit dem man sich nun tatsächlich im Tablet-Bereich bewegt, denn das Gerät ist deutlich dünner geworden als der Vorgänger. Die Leistung bleibt dabei gleich und die Akkulaufzeit legt deutlich zu. Gleichzeitig wächst das Display auf 12 Zoll Diagonale an, wobei man sich vom 16:9-Format verabschiedet und auf ein Seitenverhältnis von 3:2 wechselt.

Microsoft Surface Pro 3
Microsoft Surface Pro 3

Natürlich bleibt der ausklappbare Ständer auf der Rückseite trotzdem erhalten und wie üblich bietet Microsoft eine Ladung eigener Zubehörprodukte an, allen voran natürlich ein überarbeitetes Type-Cover mit vollwertiger Tastatur. Durch eine Magnetleiste kann das Cover für mehr Stabilität beim Betrieb auf dem Schoß leicht angewinkelt am Tablet abgebracht werden. Nach Meinung von Microsoft kann man so Geräten wie dem MacBook Air in ihrer Klasse die Kunden streitig machen, doch ob dies gelingt?

Hardware

Mit 12 Zoll Diagonale, hoher Auflösung, Digitizer, neuem Stylus und einer Plattform rund um verschiedene Intel Core-Prozessoren der vierten Generation und schnellen SSDs versucht Microsoft hier den Benchmark für attraktive Top-End-Tablets zu setzen. Unter der Haube steckt hier ein Intel Core i3-, i5- oder i7-SoC, wobei in unserem Testgerät der auch schon aus dem Surface Pro 2 bekannte Intel Core i5-4300U steckt.

Microsoft Surface Pro 3
Microsoft Surface Pro 3

Mit 1,7 Gigahertz Standardtakt und bis zu 2,6 Gigahertz TurboBoost liefern die beiden Kerne bei relativ geringer Leistungsaufnahme genügend Performance, um alle Alltagsaufgaben und auch anspruchsvolle Jobs wie Bildbearbeitung oder Filmschnitt schnell zu erledigen.

Dank Intels QuickSync-Technologie klappt zum Beispiel die Videobearbeitung mit hardwarebeschleunigtem Rendering so schnell wie auf praktisch keinem anderen Tablet.

Die vier Gigabyte Arbeitsspeicher des Testgeräts können bei den teureren Varianten auf acht GB verdoppelt werden und mit 64 bis 512 GB internem Flash-Speicher kann das Surface Pro 3 ebenfalls dem Geldbeutel und dem eigenen Platzbedarf angepasst werden. Mittels MicroSD-Kartenslot gelangen zusätzliche Dateien auf das Gerät oder der interne Speicher kann so erweitert werden.

Microsoft Surface Pro 3
Anschlüss des Surface Pro 3: Oben Display-Port, Mitte USB-Port unten Stromanschluss

Die Anschlussvielfalt ist hier zwar begrenzt, doch Microsoft bietet immerhin einen vollwertigen USB-3.0-Port normaler Größe für den schnellen Datentransfer. Hinzu kommt ein DisplayPort für den Anschluss an mehrere externe Bildschirme. Die Webcams auf Vorder- und Rückseite lösen mit fünf Megapixeln zwar nicht hoch auf, aber immerhin gibt es sie, was bei Tablets nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Stylus und externe Tastatur stellen sinnvolle Ergänzungen des Funktionsumfangs dar, die gerade bei professionellen Anwendern sicherlich herzlich willkommen sind. Praktisch ist, dass der Stylus neben der reinen Funktion als Eingabegerät dank des Knopfs am oberen Ende auch zum Aufwecken des Tablets verwendet werden kann. Gefunkt wird beim Surface Pro 3 ausschließlich per Gigabit-WLAN oder Bluetooth 4.0 Low Energy, denn ein 3G- oder gar LTE-Modem besitzt das neue Microsoft-Tablet leider nicht.

Microsoft Surface Pro 3
Microsoft Surface Pro 3 mit seiner neuen, größeren Tastatur

Design

Das Gehäusematerial des Surface Pro 3 ist wie bei den Vorgängerversionen eine Magnesium-Legierung, die das Gerät einerseits leicht­gewichtig und andererseits widerstandsfähiger als andere Tablet-Modelle macht. Weil Microsoft die Komponenten besser verteilt, kann das Gerät trotz des größeren Displays leichter gebaut werden und bringt so nur verhältnismäßig leichte 800 Gramm auf die Waage. Mit 9,3 Millimetern ist es zudem deutlich dünner geworden als sein Vorgänger, der mit ganzen 13,2 Millimetern im Vergleich fast schon fett wirkt.

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