Android L Preview: Quellcode für Nexus 4, 5, 7 und 10 ist (teils) da

Von Witold Pryjda am 02.07.2014 10:55 Uhr
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Google hat zur auf der Google I/O vorgestellten und auch gleich als "Developer Preview"-Version angebotenen nächsten Hauptversion seines mobilen Betriebssystems den Quellcode freigegeben. Android L steht damit über das Android Open Source Project (AOSP) bereit, allerdings nur in Teilen.

Das AOSP ist so etwas wie das Open-Source-Fundament von Android, dort finden Entwickler alles, was sie benötigen, um Custom-ROMs zu erstellen. Das wahrscheinlich bekannteste Aftermarket-Projekt ist CyanogenMod. Im AOSP ist nun auch der Source Code zum nächsten großen Android-Release gelandet, noch ist dieser aber nicht für die Erstellung modifizierter Betriebssysteme geeignet, da der Kernel-Code sowie die erforderlichen Treiber für die jeweiligen Geräte fehlen.

Wie Android Police berichtet, hat Google-Entwickler Bill Yi auf Google Groups klargestellt, dass es sich hierbei um ein Update für GPL (GNU General Public License) handelt und nicht um ein komplettes Plattform-Update. Auf der Seite des bekannten Android-Blogs sind übrigens auch alle Links zu diesen Android-L-Dateien zu finden.

Android L

Gute Nachricht für Nexus 4 und Nexus 7 (2012)

Auch wenn die Arbeit für die Macher von Custom-ROMs noch nicht ganz losgeht - aus diesen AOSP-Dateien lassen sich Rückschlüsse auf die für den Herbst erwartete Android-L-Verfügbarkeit schließen: Dass aktuelle Google-Hardware-Modelle wie das Nexus 5 oder das Nexus 7 (2013) die nächste Android-Hauptversion bekommen werden, ist klar.

Wie Android Police schreibt, ist die Liste aber auch ein "ziemlich klarer Hinweis" darauf, welche Nexus-Geräte mit Android L rechnen können. Und das scheint eine gute Nachricht für Besitzer eines Nexus 4 und Nexus 7 (2012) zu sein, da bei beiden bereits etwas älteren Modellen die 18-monatige Support-Garantie Googles eigentlich nicht mehr greift und ein Galaxy-Nexus-Schicksal befürchtet wird - das Gerät von 2011 wurde bei der Veröffentlichung von Android 4.4 nicht mehr bedient.

Die AOSP-Bereitstellung sollte nun aber für Beruhigung sorgen, da sie garantiert, dass Besitzer des N4 sowie des ersten N7 zumindest via Aftermarket-Firmware an die aktuellste Android-Version kommen.

Siehe auch: Google Android L vorgestellt - Preview morgen, Launch im Herbst
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