Ubisoft-CEO: Wii U kann es schaffen, müsste aber günstiger sein

Von Witold Pryjda am 18.06.2014 17:10 Uhr
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Yves Guillemot, Chef des französischen Publishers Ubisoft, hat die aktuelle Nintendo-Heimkonsole noch nicht ganz abgeschrieben und die jüngsten Ankündigungen bzw. Veröffentlichungen als Schritte in die richtige Richtung bezeichnet. Aber: Seiner Meinung nach ist das nicht genug, Nintendo müsse den Preis senken, um am Markt eine Chance zu haben.

Gute Games sind nicht genug

"Mit Mario Kart (8) hat die Wii U einen Schritt nach vorne gemacht, Smash Bros. wird ein weiterer sein", sagte Yves Guillemot in einem Interview mit ComputerAndVideoGames (CVG). Top-Spiele dieser Art werden aber nicht genug sein, meint der Ubisoft-Chef. "Wenn Nintendo den richtigen Preis für die Wii U wählt, dann werden sie damit auch weitermachen können."

Mit dem "richtigen" Preis meint Guillemot natürlich einen niedrigeren, derzeit ist das 32-GB-Gerät als "Premium-Pack" ab etwa 250 Euro zu bekommen, die meisten Anbieter im WinFuture-Preisvergleich (siehe unten) haben sich bei etwa 300 Euro eingependelt.

Derzeit hält sich Ubisoft mit neuen Investitionen in Sachen Wii U zurück, wie der Chef des Publishers auch im Interview bestätigt. Guillemot erwähnte mindestens einen neuen Titel, der bisher nicht angekündigt worden ist und noch keinen Veröffentlichungstermin hat: "Das Spiel wartet bis mehr Geräte verfügbar sind", so Guillemot.

Nintendo muss vorlegen

In anderen Worten: Ubisoft wird sich damit so lange Zeit lassen, bis genügend Kunden da sind, die ihre Spiele kaufen. Erst wenn die Japaner durch eigene Investitionen und Bestrebungen für eine hohe Kundenzahl gesorgt haben, werde man wieder selbst bereit sein, in Wii-U-Spiele Geld zu stecken.

Erst vor kurzem hatte der US-Chef von Nintendo, Reggie Fils-Aime, darauf verwiesen, dass man bisher mehr Wii-U-Geräte verkaufen konnte als Microsoft von der Xbox One, allerdings hat man gegenüber der Next-Gen-Konsole aus Redmond auch ein Jahr Vorsprung, entsprechend wenig beeindruckt dürfte davon auch der Ubisoft-Chef sein, jedenfalls bisher.

Siehe auch: Nintendo sieht sich im Konsolenwettstreit vor Microsofts Xbox One
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