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Windows RT: Allwinner macht ARM-Tablets billiger

Von Roland Quandt am 16.04.2014 13:25 Uhr
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Der chinesische Chiphersteller Allwinner Technology arbeitet daran, seine sehr günstigen ARM-basierten Prozessoren mit Microsofts Windows 8.1 kompatibel zu machen. Auf einer Messe in Hong Kong hat das Unternehmen vor kurzem erstmals Windows RT 8.1 auf seiner Plattform gezeigt.

Anlässlich einer Messe für Einkäufer und Gerätehersteller präsentierte Allwinner Technology vor kurzem einen ersten Prototypen eines mit seinem Allwinner A31 ausgerüsteten Tablets, auf dem statt des sonst üblichen Android das von Microsoft entwickelte ARM-kompatible Windows RT 8.1 im Einsatz war.

Auf Nachfrage von ARMDevices.net erklärte eine Firmensprecherin am Stand des Unternehmens, dass man derzeit noch mit Microsoft daran arbeite, die Voraussetzungen für die Verwendung von Windows RT auf der Allwinner-Plattform zu verbessern. Die Einführung erster Tablets mit dem Microsoft-Betriebssystem und ARM-Chips von Allwinner sei aber durchaus noch in diesem Jahr zu erwarten.

Der Allwinner A31 ist ein extrem günstig zu fertigender ARM Cortex-A7 Quadcore-SoC, der mit einer PowerVR SGX544 MP2 Grafikeinheit ausgerüstet ist. Der Chip wurde schon 2012 erstmals angekündigt und kommt noch immer im 65-Nanometer-Maßstab daher. Er wird bisher vor allem in sehr günstigen Tablets auf Android-Basis eingesetzt.

Octacore-SoC ebenfalls mit Support für Windows RT

In naher Zukunft will Allwinner den Betrieb von Windows RT 8.1 aber auch auf seinem neuen A80 Octacore-SoC ermöglichen, bei dem es sich um einen neuen nach ARM big.LITTLE-Prinzip mit vier ARM Cortex-A7 und vier ARM Cortex-A15 Kernen ausgerüsteten Achtkerner handelt, der zusätzlich eine PowerVR Series 6 "Rogue"-Grafikeinheit mit 64 Grafikkernen an Bord hat.

Allwinner hat sich vor allem mit den erwähnten, extrem günstigen Android-Tablets im Markt etabliert. Während Intels neue vergünstigte "Bay Trail"-Quadcores der Atom-Serie deutlich billigere x86-Tablets mit Android und Windows 8.1 ermöglichen, will Allwinner seinerseits die Preise auf der ARM-Seite des Marktes drücken und setzt dabei auch auf die Unterstützung für Windows RT 8.1. Aktuell ist die Zahl der Anbieter von ARM-Tablets mit Windows RT auf Nokia und Microsoft selbst beschränkt, die bisher ausschließlich SoCs von Qualcomm oder Nvidia einsetzen.
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