Xbox One: Tempo-Test mit alternativen Festplatten

Von John Woll am 01.12.2013 13:13 Uhr
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Microsoft setzt in der Xbox One auf einen Datenspeicher von der Stange. Wie ein Blick in die Konsole zeigt, kann diese 2,5-Zoll-HDD von Samsung leicht ausgetauscht werden. Genau das haben jetzt die ersten Tester probiert.

Festplatten-Bastelstunde für mehr Boot-Tempo
iFixit hatte die Microsoft Konsole wie üblich schon kurz nach dem Start in seine Bestandteile zerlegt. Demnach bietet die Xbox One im Inneren vor allem eines: Viel Platz. Deshalb ist es theoretisch auch recht leicht, viele der Bauteile auszutauschen.

Auf der Suche nach noch mehr Leistung haben jetzt fleißige Spezialisten die Festplatte der Xbox One gegen andere Modelle ausgetauscht. Danach wurden dann die Ladezeiten mit dem Standard-Setup verglichen. Bei dieser Tuning-Aktion nehmen die Tester natürlich einen Verlust der Garantie von Microsoft in Kauf.

iFixit Xbox One Teardown
Xbox One-Teardown von iFixit

Der Xbox-One-User und Profi-Geek Brian Williams hat in einem Youtube-Video gleich zwei alternative Speicher mit der neuen Microsoft-Konsole getestet. Demnach konnte die Bootgeschwindigkeit auch mit Einsatz einer 500GB-EVO-SSD von Samsung kaum gesteigert werden.

Mit der normalen Festplatte fährt die Konsole in rund 50 Sekunden hoch. Mit Solid-State-Drive benötigt die Xbox One vom Einschalten bis zum Dashboard rund 46 Sekunden. Beim Test mit einer Hybrid-Festplatte von Seagate (SSHD 1TB) war die Xbox One nach 48 Sekunden startklar.

Einen Tick schneller im Spiel
Auch beim Vergleich der Ladezeiten von Spielen können die alternativen Festplatten keine große Beschleunigung bieten. So war das erste Level von Call of Duty: Ghosts mit beiden Alternativ-Setups in rund 27 Sekunden geladen. Mit dem Speicher von der Stange kann das Spiel nach genau 33,5 Sekunden begonnen werden.

Rein rechnerisch bedeutet dies zwar immerhin eine um rund 20 Prozent schnellere Ladezeit. Allerdings setzt das auch voraus, dass man nicht nur auf die Garantie verzichtet, sondern auch noch Geld für die schnellere Festplatte in die Hand nehmen muss. Ob sich diese teure Investition in die Xbox One nach den gezeigten Ergebnissen wirklich lohnt, muss natürlich jeder selbst entscheiden.
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