"Stellungskrieg" zwischen Ouya und E3-Veranstalter

Von Witold Pryjda am 13.06.2013 14:33 Uhr
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Auf der Spielemesse E3 kam es zwischen den Machern der Open-Source-Konsole Ouya und der ESA, dem Veranstalter der Electronics Entertainment Expo (E3), zu einem Stellungskrieg (im wahrsten Sinn des Wortes), bei dem sogar die Polizei anrücken musste.

Wie die Gaming-Seite IGN (via Gamona) berichtet, begann der Streit zwischen Ouya und der Entertainment Software Association (ESA) bereits vor dem Start der E3. Ouya-Chefin Julie Uhrman hatte sich geweigert, zu den von der ESA vorgegebenen Bedingungen auf der weltgrößten Spielemesse mitzumachen bzw. dort auszustellen.

Auslassen konnte Ouya die wichtigste Branchenveranstaltung aber auch nicht, also beschloss man eine Fläche auf einem Parkplatz gleich gegenüber dem Veranstaltungsort anzumieten und sich dort unter freiem Himmel bzw. unter Zelten zu präsentieren.

Das war alles auch rechtens, also beschlossen die E3-Veranstalter zu kontern, indem man seinerseits eine Fläche vor dem Freiluft-Stand von Ouya anmietete und dort mehrere LKW hinstellte. Diese sollten den Blick auf Ouya versperren, damit die quasi ungebetenen Gäste so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf sich ziehen können.

Damit war die Sache aber noch nicht am Ende: Ouya mietete weitere Flächen an und zwar jene genau vor den abgestellten ESA-Trucks. Dort platzierte man dann mehrere Banner und Hinweise, die Interessierte trotz der Hindernisse zum Stand führen sollten.

Das war für die E3-Veranstalter aber offenbar zu viel der Provokation und man verständigte die Polizei. Die LAPD rückte auch an und überprüfte die Genehmigungen von Uhrman bzw. Ouya. Dabei konnte man keinerlei Verstoß feststellen und verabschiedete sich wieder ohne eine weitere Amtshandlung durchzuführen.

Laut Ouya-Chefin Uhrman habe sie das Gespräch mit der ESA gesucht, aber keine Antwort bekommen. Für den heutigen letzten E3-Tag sind deshalb weitere derartige Störaktionen nicht ausgeschlossen, bei Ouya ist man aber laut Uhrman auf alles vorbereitet: "Wenn zehn weitere Trucks auftauchen, werden wir uns eben was anderes überlegen. Ich habe noch einige Asse im Ärmel", so Uhrman.
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