Origin soll laut einer Untersuchung nicht spionieren

Von Sebastian Gruber am 23.11.2011 19:50 Uhr
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Ende Oktober hat ein Anwalt schwere Vorwürfe gegen Electronic Arts und den Online-Dienst Origin erhoben. Er bezeichnete das Produkt als Spyware. Die Computerzeitschrift 'c’t' hat nun einen genauen Blick darauf geworfen.

In der aktuellen Ausgabe hat das Magazin einen Bericht veröffentlicht und klargestellt, dass die kursierenden Vorwürfe gegen die Spieleplattform Origin nicht aufrecht erhalten werden können. Gemeint ist damit unter anderem Vorwurf, dass Electronic Arts die Nutzer ausspionieren soll.

Um dies unter realistischen Bedingungen nachstellen zu können, hat die Redaktion auf Windows 7 Home Premium gesetzt und unter diesem System Origin installiert. Die Zugriffe auf die Registrierungsdatenbank und das Dateisystem wurden hierbei überwacht. Unter dem Strich stellte sich heraus, dass Origin nichts anderes als andere ganz normale Anwendungen macht.

Dank dem Sysinternal Werkzeug Process Monitor konnte man herausfinden, dass der einzige größere Scan des Systems den Ordner von Origin selbst betrifft oder von Windows selbst veranlasst wurde.

Auch nachdem das Magazin einige ältere Spiele von Electronic Arts und Patches zum Aushebeln des Kopierschutzes aufspielte, änderte sich an dieser Tatsache angeblich nichts. In die Datenbank des Herstellers wird ein Spiel grundsätzlich erst dann aufgenommen, wenn der Nutzer das veranlasst. Selbst nachdem das Spiel Dragon Age: Origins vom Kopierschutz mit einem Crack befreit wurde, konnte der Titel ein zweites Mal über Origin aktiviert werden, heißt es.

Auf die Kritik an Origin hat der Publisher Electronic Arts kurz nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe reagiert und die zugehörigen Bestimmungen überarbeitet. Kurze Zeit später stellte das Unternehmen klar, dass es sich bei Origin um keine Spyware handelt. Die Verunsicherung, die dadurch entstanden ist, bedauerte der Publisher und hat die wesentlichen Fakten zur Diskussion damals zusammengefasst.

Wie sich Titel wie beispielsweise Battlefield 3 auch auf legale Art und Weise vom Origin-Zwang befreien lassen, hat WinFuture in einem zugehörigen Artikel zusammengefasst.
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