Firefox: Mozilla-Chefin verteidigt den neuen Kurs

Von Michael Diestelberg am 26.08.2011 12:00 Uhr
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Mozilla musste sich in den letzten Monaten viel Kritik gefallen lassen. Der beliebte Browser Firefox erscheint plötzlich alle sechs Wochen in einer neuen Version. Was die Entwickler als Rapid-Release-Prozess bezeichnen, ist für weniger Technik-affine Menschen nur schwer nachvollziehbar.

Vor allem Unternehmen, die Firefox in ihren Netzwerken als Standard-Browser einsetzen, beschweren sich über den neuen Veröffentlichungsrhythmus. Die Mozilla-Chefin Mitchell Baker sah sich nun gezwungen, Stellung zu dieser Thematik zu beziehen. In Form eines Blog-Beitrags verteidigte sie die Entscheidung, alle sechs Wochen eine neue Version anzubieten.

Baker erklärte, dass es vor der Umstellung des Release-Zyklus teilweise ein Jahr gedauert hat, bis eine neue Version zur Verfügung stand. Die Nutzer konnten zuvor nicht von den Neuerungen profitieren - Web-Entwickler konnten nicht auf neue Web-Standards setzen, solange sie nicht von Firefox unterstützt werden. Aus diesem Grund beschloss man, den Browser an die Geschwindigkeit des Internets anzupassen. Änderungen an Websites sind sofort für alle Besucher sichtbar - ähnlich sollte es auch bei den Browsern sein, glaubt die Mozilla-Chefin.

Den Problemen, die durch den Rapid-Release-Prozess entstehen, will sich Mozilla im Laufe der Zeit annehmen. Dazu gehört beispielsweise die Kritik der Addon-Entwickler. Sie müssen nun deutlich mehr Arbeit investieren, um sicherzustellen, dass ihre Software mit jeder neuen Firefox-Version funktioniert. Mit kreativen Lösungen will Mitchell diesen Problemen begegnen.

In der Zwischenzeit wurden die Termine für die kommenden Firefox-Versionen festgelegt. Verläuft alles nach Plan, werden die neuen Ausgaben folgendermaßen freigegeben:

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