Anonymous hackt NATO: Interne Dokumente geleakt

Von Roland Quandt am 21.07.2011 15:56 Uhr
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Nachdem das FBI gestern eine Reihe von mutmaßlichen Mitgliedern der Gruppe Anonymous wegen ihrer Beteiligung an Angriffen auf den Bezahldienst PayPal festnahm, holt Anonymous nun zum nächsten Schlag aus.

Wie die Hackergruppe über Twitter verlauten ließ, ist man offenbar an Dokumente der Militärallianz NATO gelangt, die man jedoch zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht veröffentlichen will. Ein solcher Schritt wäre "verantwortungslos" hieß es, doch Anonymous habe tatsächlich Zugriff auf massenhaft vertrauliches Material.

Unter anderem wurde eine PDF-Datei eines Dokuments veröffentlicht, das als "NATO restricted" bezeichnet wird und aus dem August 2007 stammt. Innerhalb der nächsten Tage wolle man weitere "interessante Informationen" bereitstellen, so der Kommentar der Gruppe. Insgesamt sollen die Dokumente ein Datenvolumen von ungefähr einem Gigabyte haben.

Dem Vernehmen nach gelang der Diebstahl der NATO-Daten mittels eines einfachen Injection-Angriffs. Unterdessen reagierten die Aktivisten auf eine Stellungnahme des FBI anlässlich der jüngsten Festnahmen. Das Internet sei und bleibe "der Wilde Westen" - Behörden und Regierungen sollten niemals davon ausgehen, dass sie die Kontrolle über das Web hätten.
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