Die Hackergruppe "LulzSec" löst sich offiziell auf

Von Sebastian Gruber am 26.06.2011 16:38 Uhr
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An diesem Wochenende hat die Hackergruppe 'Lulz Security' (LulzSec) das Ende ihrer Aktivitäten als Gruppe mit diesem Namen nach eine Reihe von erfolgreichen Angriffen gegen diverse Unternehmen offiziell bekannt gegeben.

Die für 50 Tage geplante Kreuzfahrt sei zu einem Ende gekommen, heißt es von den Aktivisten der Gruppe LulzSec. Über die Plattform 'Pastebin' wurde die letzte offizielle Botschaft bekannt gegeben. Auch über 'Twitter' hat man sich noch mit den Worten "Thank you, gentlemen" verabschiedet.

lulzsec
LulzSec

In den letzten 50 Tagen hat LulzSec unter anderem verschiedene Unternehmen und Regierungen gestört und entblößt. Zu diesen Aktivitäten hat man sich wegen der puren, und chaotischen Erregung von Vergnügen und Anarchie entschieden und um aufzuzeigen wie unsicher Userdaten in vielen Firmen gelagert werden, heißt es aus den Kreisen der Hackergruppe. Für die weitere Zukunft hofft man, dass es zu einer Revolution kommt, welche ohne LulzSec weitergeführt wird. Auch in diesem Zusammenhang wird erneut unterstrichen, dass man keine kriminellen Ziele verfolgt, sondern nur handelt, um sich zu amüsieren.

Das Ende der Hackergruppe kommt auf der anderen Seite doch auch in gewisser Weise überraschend. Immerhin hat sich die Nachrichtenagentur AP den eigenen Angaben zufolge noch am Freitag mit einem Mitglied dieser Vereinigung unterhalten. Angeblich habe zu diesem Zeitpunkt nichts auf ein bevorstehendes Ende hingedeutet. Vielmehr teilte ein LulzSec-Mitglied in diesem Gespräch wohl mit, mindestens fünf Gigabyte Datenvolumen von Regierungs- und Polizeibehörden weltweit entwendet zu haben und dieses in den kommenden Wochen mit der Öffentlichkeit teilen zu wollen.

LulzSec verabschiedet sich allerdings nicht ohne eine letzte Veröffentlichung von entwendeten Informationen, die bereits im BitTorrent-Netzwerk kursiert. Ins Internet gestellt wurden in diesem Zusammenhang Dokumente und Login-Informationen von Gaming-Webseiten und Unternehmen.

Einen beachtlichen Teil dieser Veröffentlichung machen sensible Informationen von über 550.000 Spielern des Videospiels Battlefield Heroes aus dem Hause Electronic Arts aus. Abgesehen davon sind in dem Paket persönliche Informationen von 220.000 Nutzern des Forums namens Hackforums.com enthalten.

Überdies findet man darin interne Daten von den beiden Unternehmen AT&T und AOL. Im Hinblick auf die Daten des US-amerikanischen Telekommunikationsdienstleisters AT&T handelt es sich um nähere Informationen zum Ausbau eines neuen, drahtlosen Breitbandnetzwerkes.

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