AMD stellt neue Prozessor-Generation Fusion A vor

Von Michael Diestelberg am 14.06.2011 13:45 Uhr
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AMD hat heute den offiziellen Startschuss für eine neue Prozessor-Generation gegeben, mit der man Intels Core-i-Serie angreifen will. AMD Fusion A heißt die ab sofort verfügbare Reihe APUs (Accelerated Processing Units), die in Notebooks Akku-Laufzeiten von über 10 Stunden ermöglichen soll.

Im Fusion A kombiniert AMD bis zu vier CPU-Kerne aus der Phenom-II-X4-Familie sowie eine DirectX-11-fähige Grafikkomponente mit 400 Stream-Prozessoren, die auf dem technischen Stand der Radeon HD 5870 sind. Für die Videoverarbeitung in HD-Auflösung steht ein separater Teil auf der APU zur Verfügung. Die Chips der Fusion-A-Serie werden in Desktop-PCs und leistungsfähigen Notebooks zum Einsatz kommen.

Prozessor Kerne Shader Takt GPU-Takt TDP
A4-3300M 2 240 1,9/2,5 GHz 444 MHz 35 Watt
A4-3310MX 2 240 2,1/2,5 GHz 444 MHz 45 Watt
A6-3400M 4 320 1,4/2,3 GHz 400 MHz 35 Watt
A6-3410MX 4 320 1,6/2,3 GHz 400 MHz 45 Watt
A8-3500M 4 400 1,5/2,4 GHz 444 MHz 35 Watt
A8-3510 MX 4 400 1,8/2,5 GHz 444 MHz 45 Watt
A8-3530MX 4 400 1,9/2,6 GHz 444 MHz 45 Watt

AMDs Senior Vice President Rick Bergman erklärte, dass es sich beim Fusion A um die größte Architekturveränderung seit der Erfindung des Mikroprozessors handelt. Die unter dem Codename Llano entwickelten APUs werden derzeit ausgeliefert und werden in mehr als 150 verschiedenen Notebook- und Desktop-PC-Modellen von "führenden OEMs" ab dem zweiten Quartal 2011 verkauft.

AMD weist explizit auf die geringe Größe des Chips hin, der trotz der geringen Abmaße (228 Quadratmillimeter) zahlreiche Funktionalitäten beinhaltet, die in der Vergangenheit mit mehreren Einzelprodukten realisiert wurden (Grafik). Diese Effizienz des Fusion A soll dafür sorgen, dass Notebooks im Akkubetrieb bis zu 10,5 Stunden durchhalten. In einem Desktop-PC mit separater Radeon-Grafikkarte kann die Grafikeinheit des Prozessors mit der Grafikkarte kombiniert werden.

Zunächst wird es sieben verschiedene Modelle des Fusion A geben, die sich auf drei Produktfamilien aufteilen. Sie bieten einen bis zu 4 Megabyte großen L2-Cache und einen Basistakt bis zu 1,9 GHz. Die maximale Taktfrequenz beläuft sich auf 2,6 GHz. Das günstigste A4-Modell wird 499 US-Dollar kosten. Die Modelle A6 und A8 gibt es ab 599 bzw. 699 US-Dollar. Noch gibt es kein Notebook oder Desktop-System, das von den neuen Prozessoren Gebrauch macht.
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