Ubuntu: Chrome könnte Standard-Browser werden

Von Christian Kahle am 14.06.2011 11:27 Uhr
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Chrome, der Browser des Suchmaschinenkonzerns Google, könnte in kommenden Versionen der Linux-Distribution Ubuntu zur Standard-Anwendung für den Zugriff aufs Web werden. Bisher finden die Nutzer bei einer Neuinstallation erst einmal den Open Source-Browser Firefox vor.

Man habe einen Wechsel bereits während des letzten Produktzyklus diskutiert, sich aber vorerst für Firefox entschieden, erklärte Mark Shuttleworth, der Chef des Ubuntu-Distributors Canonical, in einem Interview mit der 'NetworkWorld'. Die im Herbst erscheinende Version 11.10 wird also noch Firefox als Standard-Browser mitbringen.

Auch die im April 2012 kommende Fassung 12.04 wird hier wohl noch keine Änderungen bringen, da es sich um ein Release mit Langzeit-Support handelt. "Damit bleiben wir noch ein Jahr bei Firefox, letztlich werden wir dann aber sehen, wie es weitergeht", so Shuttleworth.

Er betonte, dass er fest daran glaubt, dass Chrome im Linux-Bereich eine große Zukunft haben wird. Insbesondere die Arbeit von Google am linuxbasierten Chrome OS hat laut Shuttleworth positive Auswirkungen auf die Performance des Browsers auch auf anderen Distributionen. Dies sei insbesondere für Projekte, die auf mehrere Betriebssysteme aufbauen, nicht üblich.

"Wir sind vielleicht in einer Situation, in der Chrome unter Ubuntu und Chrome unter Linux besser funktioniert, als Chrome auf den anderen Plattformen", so der Canonical-Chef. Insbesondere durch die Verlagerung von immer mehr Anwendungen ins Web spielt das seiner Ansicht nach eine bedeutende Rolle.
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