Jetzt auch mobil Kommentieren!

PSN-Angriff: Anonymous sieht sich als Sündenbock

Von Christian Kahle am 02.05.2011 18:50 Uhr
21 Kommentare
Im Fall des Datenklaus beim Playstation Network (PSN) des Sony-Konzerns hat sich die Netzaktivisten-Gruppe Anonymous erneut zu Wort gemeldet. Das Netzwerk fühle sich als Sündenbock missbraucht.

Das teilten Vertreter der Gruppierung dem Nachrichtenmagazin 'Focus' (aktuelle Ausgabe) per E-Mail mit. Ihre Vereinigung stehe für den Schutz privater Daten und habe keinerlei finanzielle Interessen, hieß es. Ein Unbekannter hatte sich im Vorfeld Zugriff auf die 77 Millionen Benutzerkonten des PSN verschafft, über das sich Playstation-Besitzer vernetzen, um online zu spielen.

Sony untersucht den Einbruch mit Hilfe des FBI. Der erste Verdacht fiel auf die lose organisierte Netzaktivistengruppe Anonymous, die zuletzt durch Attacken gegen Unternehmen auf sich aufmerksam machte, die versuchten WikiLeaks Schaden zuzufügen. Anonymous hatte noch bis Anfang April Sony-Server mit so genannten DDoS-Attacken traktiert, weil der Konzern den Playstation-Hacker GeoHot verklagt hatte.

Allerdings versuchen die Aktivisten in der Regel, die Beeinträchtigungen für andere Nutzer möglichst gering zu halten. Bei Angriffen gegen PayPal oder Mastercard traf es so stets auch nur die Webseiten und Blogs der jeweiligen Unternehmen, aber nicht die Systeme zur Zahlungsabwicklung selbst. "Sony hätte spätestens nach unseren Attacken vor einigen Wochen klar sein müssen, dass ihre Netzwerkstruktur nicht sicher ist", erklärte man außerdem gegenüber dem Magazin.
whatsapp
Jede Woche neu: Top-News per E-Mail
21 Kommentare lesen & antworten
Hoch © 2000 - 2019 WinFuture Impressum Datenschutz