Der Vater der CD und langjährige Sony-Chef ist tot

Von Christian Kahle am 25.04.2011 13:45 Uhr
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Norio Ohga, der als Sony-Präsident die CD auf den Siegeszug führte und damit zu einem Umbruch in der Musikbranche beitrug, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Das teilte Sony mit.

Ohga war als Musikstudent unzufrieden mit der Qualität der damals verfügbaren Audiosysteme. Deshalb bewarb er sich in Verbindung mit einer entsprechenden Kritik bei dem Elektronikhersteller Tokyo Tsushin Kogyo. Aus diesem ging einige Zeit später das Unternehmen Sony hervor.

In diesem stieg Ohga über verschiedene Posten bis ins Top-Management auf. Er wirkte dabei aktiv daran mit, dass der Konzern sich vom reinen Gerätehersteller zu einem breit aufgestellten Unternehmen entwickelte, das auch im Bereich der Produktion von Inhalten aktiv ist.

Während dieser Zeit behielt Ohga stets sein Ziel, einen besseren Tonträger zu entwickeln, im Blick. Seiner Hingabe zur Musik soll es der Legende nach zu verdanken sein, dass die 1982 auf dem Markt erscheinende CD eine Spieldauer von 74 Minuten hat. Auf Drängen Sonys sollen sich die Entwickler daran orientiert haben, dass die längste damals verfügbare Version der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven auf dem Medium Platz findet und so ohne Unterbrechung am Stück gehört werden kann.

Bis ins Jahr 2000 stand Ohga an der Spitze von Sony. Anschließend zog er sich schrittweise in den Ruhestand zurück. Im Alter von 73 Jahren legte er seine letzten Ämter im Vorstand nieder.
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