Einigung mit Geohot - Sony beendet Rechtsstreit

Von Michael Diestelberg am 12.04.2011 09:01 Uhr
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Sony hat mitgeteilt, dass man den Rechtsstreit mit George Hotz (Geohot) am 31. März beendet hat. Der Elektronikhersteller schreibt im offiziellen Playstation-Blog, dass man in einem Bezirksgericht in Kalifornien eine Einigung erzielen konnte. Sie beinhaltet eine Unterlassungserklärung, die von Hotz unterschrieben wurde.

Darin heißt es, dass sich der Hobby-Hacker nicht mehr an den Sicherheitssystemen von Sony zu schaffen machen darf. Weder als Einzelperson noch in einer Gruppe darf er an der Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen beteiligt sein. Auch die Veröffentlichung von entsprechenden Informationen wird ihm durch die Unterlassungserklärung untersagt. Sollte Hotz gegen die Abmachung verstoßen, muss er eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 bis 250.000 US-Dollar zahlen.

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Bilderstrecke: Unterlassungserklärung von George Hotz (7 Seiten)

Sony ist froh, dass man diesen Fall endlich zu den Akten legen kann. Der Firmenanwalt Riley Russell erklärte, dass man den Rechtsstreit möglichst schnell beenden wollte, um das geistige Eigentum des Unternehmens zu schützen. Hotz wird von Sony zitiert, dass es niemals seine Absicht war, irgendwelchen Ärger zu verursachen und somit das Anfertigen von Raubkopien zu erleichtern. "Ich bin froh, dass der Rechtsstreit hinter mir liegt", sagte Hotz. Sony stellte klar, dass er nicht an den Attacken gegen die Online-Dienste von Sony beteiligt war.

Geohot hat auf seiner Internetseite angekündigt, dass er zukünftig sämtliche Sony-Produkte boykottieren wird. All seinen Sympathisanten legt er ans Herz, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Auch wenn er jetzt gegenüber Sony klein beigeben musste, sieht sich Geohot insgeheim als Sieger der Auseinandersetzung, da der Imageschaden für Sony langfristig negative Auswirkungen haben dürfte.

Das Aktionsnetzwerk Anonymous hatte Sony zusätzlich unter Druck gesetzt, indem große Angriffe auf die Infrastruktur des Elektronikherstellers gestartet wurden. Sowohl die offizielle Playstation-Website als auch das Playstation Network (PSN) fielen mehrere Stunden aus.

George Hotz war maßgeblich an der Umgehung des Kopierschutzes der Playstation 3 beteilig, woraufhin ein Jailbreak entwickelt werden konnte, der die Nutzung von selbst erstellter Software und illegal kopierten Spiele auf der Konsole von Sony erlaubt hat.
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