Anonymous: "Disziplinarmaßnahmen" gegen Sony

Von Christian Kahle am 04.04.2011 11:43 Uhr
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Das Aktionsnetzwerk Anonymous könnte demnächst den japanischen Elektronikkonzern Sony ins Visier nehmen. Eine entsprechende Warnung wurde am Wochenende veröffentlicht.

Hintergrund dessen ist das juristische Vorgehen des Unternehmens gegen die Hacker Geohot und Graf_Chokolo. Diese hatten das Sicherheits-System der Spielekonsole Playstation 3 geknackt, nachdem Sony die früher vorhandene Möglichkeit, Linux auf dem Gerät zu installieren, entfernt hatte.

Ende letzten Jahres veröffentlichten verschiedene Hacker Informationen zum Security-System der Playstation 3. Sony leitete daraufhin Klagen ein. Anonymous wirft dem Konzern nun vor, das Justizsystem zu missbrauchen, um Informationen über die Funktionsweise seiner Produkte zu zensieren.

Außerdem maße das Unternehmen sich an, es seinen Kunden zu verbieten, die von ihnen gekauften Produkte nach eigenem Gutdünken zu verwenden. Reine Gier bringe Sony dazu, die Nutzung seiner Geräte möglichst vollständig kontrollieren zu wollen, hieß es in dem Schreiben an den Konzern.

Anonymous kündigte an, den Spieß einfach umzudrehen, sollte der Konzern nicht von weiteren Maßnahmen gegen den Informationsaustausch absehen. "Ihr besitzt eure Domains. Ihr habt für sie mit eurem eigenen Geld bezahlt. Jetzt wird Anonymous euer Eigentum angreifen, weil wir nicht mit euren Aktivitäten einverstanden sind", hieß es in der Stellungnahme. "Kommt euch das bekannt vor?"

Man zeigte sich zuversichtlich, dass die "Disziplinarmaßnahmen" bei Sony auf Verständnis stoßen, da sie ja immerhin aus dem gleichen Denkmuster abgeleitet sind. Es könnte also demnächst zu massiven Angriffen auf die Firmenseiten des Elektronikkonzerns kommen.
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