Sony: Musik-Downloads in Deutschland unbeliebt

Von Michael Diestelberg am 25.03.2011 09:41 Uhr
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Mit dem Online-Verkauf von Musik versuchen die Plattenfirmen die rückläufigen CD-Absätze auszugleichen, doch laut Edgar Berger, Chef von Sony Music Deutschland, will das nicht gelingen. Vor allem die Deutschen sind Online-Muffel.

Gegenüber dem 'Handelsblatt' erklärte Berger, dass rund 80 Prozent der Einnahmen mit dem Verkauf von CDs und DVDs erzielt werden. In den USA dagegen machen die Online-Verkäufe bereits die Hälfte der Umsätze aus. Es handelt sich um ein "deutsches Phänomen", so Berger. Das liegt vor allem daran, dass man hierzulande nur ungern persönliche Daten im Internet angibt.

Da die Online-Verkäufe nicht den erwarteten Aufschwung bringen, wird sich der Musikmarkt weiter rückläufig entwickeln. Die CD-Verkäufe gehen bereits seit Jahren im einstelligen Prozentbereich zurück. Dies führt zu einem Umsatzrückgang des gesamten Marktes um drei bis fünf Prozent. Dennoch sieht sich Sony Music auf einem guten Kurs.

Die Umsatzrendite fällt laut Berger hoch aus - im zweistelligen Prozentbereich wird sie liegen, wenn das Geschäftsjahr im März endet. Im letzten Jahr sorgte der verstorbene Michael Jackson für unerwartet hohe Einnahmen. Diese Entwicklung konnte man 2010 kompensieren, so dass der Umsatz im Jahresvergleich nur leicht zurückgegangen ist. Konkrete Zahlen wollte Berger noch nicht nennen.
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