USK: 2010 weniger Spiele zum Prüfen angemeldet

Von Christian Kahle am 18.02.2011 14:56 Uhr
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Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat seit ihrem Bestehen nunmehr 30.000 Prüfverfahren durchgeführt. Diesen Meilenstein verkündete die Organisation bei der Vorstellung ihrer Jahresbilanz 2010.

Mit 2.844 Prüfungen verzeichnete die USK im vergangenen Jahr einen leichten Rückgang, dessen Ursache zum großen Teil darin liegt, dass sich das starke Wachstum des Vorjahres bei den Plattformen DS und Wii nicht fortsetzen konnte.

Deutlich wird das insbesondere in der um sechs Punkte auf 46,5 Prozent zurückgegangenen Kategorie "USK ab 0". Gleichzeitig erhöhte sich jedoch der Anteil ab 6 und ab 12, so dass die Kategorien ab 0, ab 6 und ab 12 zusammen weiterhin einen Anteil von mehr als 80 Prozent aller Prüfverfahren ausmachen, teilte die USK mit.

Es sei aber problematisch, dass aufgrund der gescheiterten Novelle des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags Online-Spielen weiterhin die freiwillige Kennzeichnungsmöglichkeit versperrt bleibt, erklärte Geschäftsführer Felix Falk.

"Obwohl Hersteller seit Jahren USK-Kennzeichen für Online-Spiele fordern und trotz unserer Warnungen, dass fehlende Alterskennzeichen in diesem Bereich ein Weniger an Jugendschutz bedeuten, hinkt die Gesetzgebung den Entwicklungen hinterher", so Falk weiter. Das sei insbesondere auch deshalb ein Problem, weil die Zahl der Online-Games immer stärker zunimmt.
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